Start Musik Tims musikalischer Wochenrückblick KW25

Tims musikalischer Wochenrückblick KW25

Nach allem, was in letzter Zeit so passiert ist, bin ich von dieser Woche schon fast enttäuscht! Mir hängt mein Norwegen-Trip noch ein wenig nach – bald mehr davon – Also halte ich mich mal an nordische Floskeln: Klar XXXTentacion hat den Gjöll in Richtung Hel überquert (dazu unten mehr) und Paul McCartney ist plötzlich wieder in Midgard aufgetaucht (dazu unten nichts) aber ansonsten „¦ eher mau. Vielleicht umso besser, dass ich kommende Woche dann aufgrund der Fusion mal eine Woche Pause mache.

Ich mache dann mal mit weiteren, erfreulichen Themen weiter: Slipknot sind zurück. Sie hören jetzt auf den Namen Cold Orange. Ja okay, Cold Orange sind nicht Slipknot, haben aber mit ihrer neuen Single „The Hunt“ unter Beweis gestellt, dass sie näher am Sound der einstigen Ikonen dran sind, als diese auf ihren letzten drei oder vier Alben selbst. Natürlich ist es in der Hinsicht nicht hinderlich, dass Mister Corey Taylor himself ein Feature beisteuert hat – dennoch: Ich hoffe inständig, dass Herr Taylor sich eine Cold Orange Scheibe abgeschnitten und mit nach Iowa genommen hat.

Mitgenommen hat auch einige die Meldung, dass As I Lay Dying wieder in originalen Line-up zusammengefunden haben. Warum das moralisch nicht die beste Nachricht ist, hatte ich letztens schon erklärt. In eigenen Worten findet man die Entscheidung der Band hier in Videoform. Soviel zum Bildungsauftrag der Meldung, nun zum persönlichen Teil:

Das stinkt gewaltig nach Geld! Konnte doch schließlich keines der Bandmitglieder mit ihrem neuen Projekt Wovenwar so recht an die Erfolge von As I lay Dying anknüpfen. Allein das ist eigentlich schon Grund genug die Band zu meiden! Jemanden wie Tim Lambesis wieder eine Plattform zu geben sollte jedoch ein – mit Verlaub – Totschlagargument sein. Ich bin für zweite Chancen! Aber dann bitte von unten nach oben arbeiten und sich die Anerkennung und das Vertrauen wieder erarbeiten, nicht direkt da weiter machen, wo man aufgehört hat!

Nicht ganz aufhören, aber eine Pause einlegen muss Travis Barker. Der Blink-182-Drummer hat Blutgerinnsel in beiden Armen. Laut seinem Doc, darf der Trommler frühestens ab dem 01. Juli die Sticks wieder in die Hände nehmen. Der Gute ist aber auch gebeutelt! Der Flugzeugabsturz vor 10 Jahren, bei dem DJ AM umkam und er sich die Beine verbrannte. Eine +44-Tour mit gebrochenem Arm. Und jetzt die Blutgerinnsel. Da kann man nur gute Besserung wünschen!

Eine ähnliche Krankenhausakte haben auch Baroness zu beklagen. Zum Glück liegt der Busunfall der Band schon ein paare Jahre in der Vergangenheit. Nun wird es allerdings wieder Zeit für neue Musik, denn nach „Purple“ scheint nun ein neues Album in der Mache zu sein. Jedenfalls ließ Sänger und Gitarrist John Baizley das auf dem Download Festival verlauten. Das ganze Interview gibt“™s unten, wer nur die Infos zur neuen Platte will, skipt zu Minute 3:00.

Nicht skippen sollte man das Video zu „Ich könnte deine Mutter oder deine Schwester sein“ von K.I.Z. Nachdem das Rap-Trio nun schon das siebte Jahr in Folge, passend zum Weltfrauentag, „Nur für Frauen“-Konzerte spielte, gab“™s nun auch die visuelle Transformation.

Ebenfalls ein interessantes Video und dazu schöne musikalische Untermalung gab“™s von Lightwave Empire. Die Dänen bieten einen Sound, der stark an Phoenix erinnert, dabei aber nicht wirklich wie eine Kopie klingt. Radiotauglichkeit inklusive.

Wie eingangs angeteasert ist die Cloud Rap Szene um eines ihrer größten Aushängeschilder ärmer. XXXTentacion wurde diese Woche erschossen. Der 20 jährige Rapper galt, zusammen mit Lil Peep, zu den einflussreichsten Interpreten des Sub-Genres. An XXXTentacions Tod scheiden sich ein wenig die Geister. Galt er zum einen als strahlende Ikone und zum anderen als kontroverse Persönlichkeit. Unter anderem aufgrund der häuslichen Gewalt gegenüber seiner damals schwangeren Freundin. Musikalisch gaben die Zahlen dem Rapper auf jeden Fall recht. Was nun mit dem Cloud Rap selbst passiert steht auf einem anderen Blatt, die Solidarität von Weggefährten wie diplo ist ihm jedenfalls posthum sicher.

Nach langer Krankheit geht nun auch Viva von uns. Der einstige Kult-Musiksender wird zum Ende des Jahres eingestellt. Grund genug, dass sich einstige Moderatoren zu Wort melden – man wird ja wohl noch lachen dürfen. Schönes Wochenende.

PS: „Year of the Snitch“ ist raus! – Death Grips par excellence!