Start Kritiken Thurston Moore - The Best Day (Kritik + Video)

Thurston Moore – The Best Day (Kritik + Video)

Thurston Moore ist zurück!
Und zwar mit seinem vierten Soloalbum, das schon gleich mit dem Opener „Speak To The Wild“ eine Kursänderung zu seiner letzten Veröffentlichung ankündigt. Das Album „Demolished Thoughts“, das er 2011 unter der Regie von Beck rausbrachte, war wesentlich ruhiger und akkustik-lastiger.

„The Best Day“ ist wilder als der Vorgänger, aber gleichzeitig einfacher zu verdauen, als die meisten Sonic Youth Kompositionen. Gespickt mit einigen Punk Auswüchsen, möchte man ihm hier nur allzu gerne eine Verarbeitung seiner Trennung mit Kim Gordon nachsagen. Doch das wäre allerdings zu sehr gewollt.
Viel eher kann man hier eine Rückbesinnung auf Moores Anfänge hinein interpretieren. Das Albumcover zeigt seine Mutter etwa 20 Jahre vor seiner Geburt und vermittelt aus der Sicht seines Vaters, genau das wofür „The Best Day“ stehen soll: „It was this idea of trying to extol some positivity into releasing this record.“

Aufgenommen hat Moore das Album in London mit einer regelrechten Supergroup: Steve Shelley (Drummer von Sonic Youth), Debbie Googe (Bassistin von My Bloody Valentine) und James Sedwards (Gitarrist von Nøught und Chrome Hoof). Und genau wie es die Besetzung vermuten lässt, klingt das Album auch. Ein bisschen experimentell, aber auch nicht zu arty. Ein bisschen Punk, aber auch nicht zu rabiat. Ein bisschen Meditativ, aber nicht einschläfernd. Wie eine verdammt gute Suppe. Eine Indierock-Suppe.

Zum oben angepriesenen Opener „Speak To The Wild“ gibt es auch ein Video über das der Regisseur Santiago Mostyn sagt:
„I have the image of a character, a woman who could be a mother (slightly older, slightly wilder, like a silent Jenny Wilson) carrying a large and alien precious object into the forest and sequestering it there. It would be a narrative trajectory but with sublime interruptions „” the cavity where she stashes the object filling with gold, painted figures following her through the trees, DIY-Kurosawa style.“

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Thurston Moore – Speak to the Wild on MUZU.TV.


„The Best Day“ erschien am 20.10.2014 bei Matador Records.

 

Jonathan
Geboren 1988 in Ulm, lebt und arbeitet Jonathan Tyrannosaurus Kunz in Saarbrücken und leitet Kurse an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. Er mag traurige Musik aus den Neunzigern und ist der beste Tischtennisspieler, den er kennt.

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