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Spoilerfreie Review: „Pig“ auf dem Fantasy Filmfest

Nicolas Cage Karriere ist mittlerweile ein riesiges Hit or Miss-Spiel. Auf jede Perle, in der der Oscar-Preisträger mitspielt, kommen fünf miserable Streifen. Die Guten gibt es zum Glück aber oft beim Fantasy Filmfest zu sehen. Schon fast wie ein Sinnbild für seine Karriere geht es in Pig um ein Trüffelschwein.

Genauer noch um sein Trüffelschwein, das entführt wird und den misanthropischen Einsiedler Rob dazu zwingt seine Isolation im Wald hinter sich zu lassen und sich auf die Suche zu begeben. Dabei unterstützt wird er von seinem bisherigen Trüffel-Händler Amir, der von Alex Wolff (Hereditary) wieder einmal fantastisch gespielt wird.

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Hier treffen zwei Welten aufeinander: Der junge, schnöselige, Karrieregeile Amir mit Vaterkomplex und der junge, abgehalfterte, Rob, dem Amirs Ideale vollkommen egal scheinen. Was auf den ersten Blick wie das perfekte Setup eines Buddy-Movies klingt, hat aber auch damit nicht viel gemein. Vielmehr könnte man hier Parallelen zu Lynne Ramsays A Beautiful Day (You Were Never Really Here) gezogen werden. Vielleicht sogar zu Nicolas Winding Refns Drive, nur ohne den ganzen Neon-Flair.

Pig kommt nämlich mit sehr wenig Farben, dafür aber sehr bedachten Kameraeinstellungen aus. Die über 90 Minuten Länge sind in keiner Sekunde langatmig. Und das obwohl wenig gesprochen oder gezeigt wird. Was hier passiert, liegt komplett in der Atmosphäre, die vor allem dank Cages Talent extrem dicht ist.

Michael Sarnoskis Spielfilmdebüt ist nicht nur eine der besagten Cage-Perlen, sondern auch für sich ein bombastischer Einstand. In Pig wird Spannung erzeugt, ganz ohne großen Action-Bombast. Es wird eine Geschichte erzählt, ohne unnötig viele Dialoge zu verwenden. Und es werden nachvollziehbare Charaktere geschaffen, ohne dabei in Klischees zu verfallen.

Pig wird an folgenden Daten beim Fantasy Filmfest gezeigt:

Berlin, Stuttgart – 19.10. – 20:15 Uhr
Frankfurt, Nürnberg – 26.10. – 20:15 Uhr
Hamburg, Köln, München – 02.11. 20:15 Uhr

Tim
Manchmal etwas zu viel von Rob Gordon, manchmal zu wenig. Hamburger durch und durch.

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