Start Film & TV Empfehlung: Relic auf dem Fantasy Filmfest

Empfehlung: Relic auf dem Fantasy Filmfest

Relic ist einer dieser Filme. Dieser Filme, bei denen man sich nicht auf Wertungen verlassen sollte. Jedenfalls nicht, wenn man sie nicht in Relation setzen zu weiß. 5,9/10 auf IMDb, 6.1 User Score auf Metacritic und 48% Audience Score auf Rotten Tomatoes – warum also überhaupt drüber nachdenken? Weil derartige Filme oft eine Gemeinsamkeit haben – sie werden von der breiten Masse missverstanden. Nicht umsonst steht das Tomatometer zum Beispiel bei 91%.

In Zeiten in denen Superhelden-Filme, die sich seit Jahren immer und immer wieder selbst kopieren, Relevanz haben, braucht es das Fantasy Filmfest. Nicht alles was dort läuft ist Gold, aber derartige Filmfestivals bieten eine Plattform für Filme, die sich noch wirklich so nennen dürfen. Aber genug von meiner Hasstirade gegen Disney und hin zu Relic – denn dieser Film hat Aufmerksamkeit verdient!

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Der Teaser vom FFF selbst klingt erstmal eigenwillig:

Oma Edna taucht genauso urplötzlich auf wie sie verschwunden war. Ihre Tochter und Enkelin machen sich große Sorgen um ihren Geisteszustand – und die merkwürdigen Vorkommnisse in dem zunehmend verrottenden Elternhaus.

Mit diesem Setup reiht sich Natalie Erika James’ erster Spielfilm, mit einer ähnlich unangenehme Atmosphäre, in die Riege von Ari Asters Hereditary oder Robert Eggers The Witch. Jake Gyllenhaal muss man in seiner Rolle als Produzent sehr guten Geschmack zu sprechen – kommt ja aber auch nicht von ungefähr, wenn man sich seine Filmographie anguckt.

Die Konstellation der Generationen aus Großmutter (Robyn Nevin), Mutter (Emily Mortimer) und ihrer Tochter (Bella Heathcote) bringt viele Facetten mit sich. Facetten des Unwohlseins, der Verzweiflung und der Angst. So wie das Haus immer weiter verkommt und verrottet, werden auch die Nerven immer rissiger. Was zunächst wie ein sehr atmosphärischer Haunted House Streifen anmutet, entfaltet sich immer weiter zu einem Drama, dessen Dämonen nicht menschlicher sein könnten.

Relic ist einer dieser Filme, die man nicht wegen dem gucken sollte, was mit einem während der 89 Minuten Spielzeit passiert – viel wichtiger ist, was man aus dem Kinosaal mitnimmt.

Das Fantasy Filmfest steht vor der Tür – wer mal wieder einen echten Film sehen will sollte Relic definitiv in Betracht ziehen:

Berlin 09. – 13. September 2020
Frankfurt 09. – 13. September 2020
Hamburg 16. – 20. September 2020
Köln 23. – 27. September 2020
München 16. – 20. September 2020
Nürnberg 16. – 20. September 2020
Stuttgart 23. – 27. September 2020

Tim
Manchmal etwas zu viel von Rob Gordon, manchmal zu wenig. Hamburger durch und durch.

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