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Reeperbahn Festival 2016: So war der Nordlichterabend in der Haspa-Filiale auf der Reeperbahn

Foto: Björn Buddenbohm

Bereits zum vierten Mal war die Filiale der Hamburger Sparkasse am vergangenen Samstag Veranstaltungsort des Nordlichterabend (wir berichteten) auf dem Reeperbahn Festival. Ohne Klimaanlage ging es in der Haspa-Filiale fast genauso heiß her, wie sonst nur während einer Bankenkrise. Auslöser hierfür waren drei der diesjährigen fünf Gewinner des „Krach & Getöse“-Wettbewerb, die dem Publikum ordentlich einheizten.

Foto: Björn Buddenbohm

„I ride the wave because I am a surfer“ singen Consolers in einem ihrer ersten Songs des Abends. Wie es scheint reiten die drei Wahl-Hamburger auch auf einer ordentlichen Erfolgswelle, denn bereits kurz nach dem Beginn ihres Sets drohte schon ein Einlassstop. Verständlich, denn ihre eklektische Mischung aus Surf-Rock und 70s Beat ist sommerlicher und sonniger, als jeder Sommer in der Hansestadt. „Wir sind unfassbar froh, dass sich der RockCity e.V. und die Haspa Musik Stiftung so stark für die lokale Szene einsetzen. Für uns ist es eine große Ehre, von den beiden Institutionen unterstützt und gefördert zu werden“, sagte Sänger Florian Hofer direkt nach der Show. In den letzten Wochen und Monaten nahmen Consolers in Dänemark neues Material auf. Wir wachsen unsere Bretter und warten auf den Release.

Foto: Björn Buddenbohm

Weiter ging es mit einer Premiere, denn Frieder Hepting spielte zum ersten Mal überhaupt mit Band auf.“Ich bin glücklich, dass das alles technisch geklappt hat mit dem neuen und komplexen Setup. Spielerisch sind uns ein paar Schnitzer unterlaufen, aber für den ersten Gig war das ganz gut“, erzählte ein sichtlich zufriedener Frieder ein paar Minuten nach dem Ende seines Sets. Zufrieden kann er sein, denn mit analogen, tiefen Synthie-Sounds, die seine  Stimme auf sphärische, eindrucksvolle Ebenen transportierten, versetzte er die Haspa-Filiale ins Staunen. Nach zwei vollen Jahren als Theatermusiker hatte er, eigenen Aussagen nach, einfach mal wieder richtig Bock auf Pop-Musik. Wir hoffen, dass es sich bei dieser Lust um keine Laune handelt und das wir bald mehr von Frieder zu hören bekommen.

Foto: Björn Buddenbohm

Den Nordlichterabend beschlossen letztendlich die Sick Hyenas. Als „Exportschlager“ der Krach & Getöse-Gewinner kehrte das Quintett gerade erst von ihrer Festival-Tour zurück, die sie u.A. auch auf das Sziget Festival und nach Paris führte. Gibt es überhaupt einen besseren Tour-Abschluss, als eine Show auf dem Reeperbahn Festival? Wahrscheinlich nicht. Besonders nicht dann, wenn der komplette Freundeskreis vor der Bühne durchdreht und den psychedelischen Garage-Rock abfeiert, was das Zeug hält. Viel Zeit zum Entspannen bleibt den Sick Hyenas nach dem Reeperbahn Festival jedoch nicht. „Wir wollen, mit der Unterstützung durch den RockCity e.V. und die Haspa Musik Stiftung, in den kommenden Monaten ein passendes Label für unser nächstes Album finden, welches schon komplett aufgenommen und abgemischt vorliegt“, erzählte Gitarrist und Sänger Velvet.

Die musikalische Vielfalt des Abends hat wieder einmal deutlich gemacht, dass Hamburg eine absolute Musikstadt ist. Bands, wie Consolers, Frieder Hepting und die Sick Hyenas beweisen, dass die Szene aufblüht und wir uns auf viele spannende Konzerte, Künstler und Veröffentlichungen freuen können.

Mit freundlicher Unterstützung der Haspa Musik Stiftung.

Hendrik
Hendrik kommt aus Hamburg und macht beruflich irgendwas mit Medien. Und Facebook. Und natürlich auch Digitalkram.

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