Start Musik 9 Tipps für das Reeperbahn Festival

9 Tipps für das Reeperbahn Festival

Foto: Lisa Meinen
Foto: Lisa Meinen

Nächste Woche ist es soweit: Von Mittwoch bis Samstag tummeln sich beim Reeperbahn Festival jede Menge Musiker, Musikfans und Vertreter der Branche in den Clubs auf St. Pauli. Auch wir sind dieses Jahr wieder am Start, denn schließlich zählt das Reeperbahn Festival definitiv zu unseren absoluten Festival-Highlights. Hier findet ihr unsere Bilder zum letztjährigen Festival und nach dem Teaser haben wir euch ein paar nützliche Tipps zusammengestellt.

1. Newcomer entdecken

Klar, auch wir freuen uns auf die Auftritte gestandener Acts wie Gold Panda, Wild Beasts oder Get Well Soon, aber das Spannende am Reeperbahn Festival bleiben auf jeden Fall die Newcomer. Also nutzt die Gelegenheit euch Künstler in kleinen Locations anzusehen, bevor sie möglicherweise groß durchstarten. Unsere Tipps für das diesjährige Festival: 1. Bishop Nehru (Mi. 21.9., Moondoo) sorgte bereits mit seinen ersten Mixtapes für Furore. Gerade arbeitet der 19-jährige Rapper mit Nas an seinem Debütalbum und wir hoffen darauf, ein paar Songs daraus hören zu dürfen. 2. Dilly Dally (Sa. 24.9., Molotow) aus Toronto haben letztes Jahr ihr Debütalbum „Sore“ veröffentlicht. Wer wie wir Anfang des Jahres die Tour des wütenden Noise-Rock-Quartetts verpasst hat, hat nun erneut die Chance sie live zu sehen. 3. Golf (Sa. 24.9., Terrace Hill) landeten mit „Macaulay Culkin“ einen kleinen Indie-Pop Hit und lieferten im Mai mit „Playa Holz“ ihren hörenswerten Erstling mit viel Groove ab.

2. Reinhören

Welche Konzerte sollt ihr euch angucken? Welche Newcomer lohnen sich? Und wie soll man die Zeit bis zum Reeperbahn Festival rumkriegen? Mit knapp 42 Stunden Spielzeit bietet die Spotify-Playlist zum Festival ein gute Möglichkeit, sich das Warten zu versüßen und das Programm zu scannen.

3. App herunterladen

Wie viele andere Festivals hat auch das Reeperbahn Festival eine eigene App, die ihr euch auf jeden Fall herunterladen solltet. Im Vorfeld des Festivals könnt ihr dort z.B. eure Favoriten markieren, habt so einen guten Überblick, was ihr euch anschauen möchtet und werdet rechtzeitig vor der Show daran erinnert. Außerdem bekommt ihr mit, wenn sich Konzerte verschieben oder Clubs gerade Einlassstop haben.

4. Ab in den Michel!

Letztes Jahr wurde ein großer Traum von Reeperbahn-Festival-Gründer Alex Schulz Wirklichkeit: Die St. Michaelis Kirche, im Volksmund einfach Michel genannt, wurde mit einem Konzert von William Fitzsimmons erstmals im Rahmen des Festivals bespielt. Dieses Jahr habt ihr gleich an zwei Abenden die Chance das Hamburger Wahrzeichen zu besuchen und Festival mit Sightseeing zu verknüpfen, denn Freitag spielen Jake Issac und BOY in dem ehrwürdigen Gebäude und Samstag sind Sophia und Villagers an der Reihe.

5. Neue Locations entdecken

Genauso viel Spaß wie das Entdecken neuer Bands macht das Entdecken neuer Locations. Ward ihr schon mal im Schulmuseum in der Seilerstraße, in der St. Pauli Kirche oder habt ein Konzert im Foyer einer Bank gesehen? Wenn nicht, beim Reeperbahn Festival habt ihr die Gelegenheit dazu.

6. Gut essen

Das Schöne am Reeperbahn Festival im Vergleich zu einem Festival auf der grünen Wiese ist irgendwie auch, dass man sich nicht vier Tage lange von miesem Fraß zu unverschämten Preisen ernähren muss. Die Auswahl an gutem Essen rundum den Kiez ist groß. Hier ein paar unserer Favoriten: Wenn nachts der Feier-Hunger kommt, schwört ein Teil der Redaktion auf die frisch gebackene Pide von Deniz in der Talstraße. Alternativ gibt es gegenüber gute Pizzen bei Pauli Pizza, die ihr euch nach Belieben belegen könnt. Nachdem das Backbord in der Clemens-Schultz-Straße vor Kurzem bekanntgegeben hat, dass es Ende Oktober schließen wird, werden wir dort bestimmt auf ein leckeres Schnitzel vorbeischauen. Und auch für Vegetarier und Veganer gibt es im Backbord eine ordentliche Auswahl an Gerichten. Wenn ihr Bock auf einen guten Burger habt, solltet ihr bei Grilly Idol oder The Bird vorbeischauen. Die besten Fischbrötchen gibt es bei Kleine Haie Große Fische.

7. Kunst gucken

Wenn ihr mal eine kurze Konzertpause braucht oder gerade nichts interessantes für euch läuft, gibt es rundum um die Reeperbahn jede Menge andere Dinge mit denen ihr euch die Zeit vertreiben könnt. Zum Beispiel ist das Urban-Design-Kollektiv L.U.C.K. aus Berlin auf dem Vorplatz des Mojo Club und in der Taubenstraße mit seiner modularen Installation von Tribünen und Bühnen am Start. Auf dem Spielbudenplatz findet ihr den Caravan Square, wo in fünf Wohnwagen, die zu einer mobilen Galerie und Performance Fläche umfunktioniert werden, Studenten der HfBK und HAW mit Videos, Skulpturen, Malereien, Installationen und Performances der Frage nach dem „Simple Life“ nachgehen. Oder ihr macht euch auf den Weg zum Gallery Hopping in die Neustadt, wo u.a. Katja Ruge in der Galerie Kulturreich ihre Ausstellung „Ladyflash – Women in Music“ zeigt.

8. Ray“™s Reeperbahn Revue

Seit einigen Jahren gehört der ehemalige MTV-Moderator Ray Cokes mit seiner Reeperbahn Revue zum festen Inventar des Reeperbahn Festival. Ein Besuch lohnt sich. Tipp: Mittwoch und Donnerstag stehen die Chancen einen Platz zu ergattern besser. Freitag und Samstag müsst ihr mit langen Schlangen rechnen.

9. Treiben lassen!

Zum Schluss noch der wichtigste Tipp von allen: Plant nicht zu viel, sondern lasst euch treiben! Früher oder später steht ihr vor einem vollen Club und kommt nicht mehr rein, stellt nach zwei Songs fest, dass die hoch gelobten Newcomer live überhaupt nichts taugen oder trefft unterwegs Leute und bleibt irgendwo hängen. Die besten Konzerte sind am Ende diejenigen, die ihr am Anfang des Abends nicht auf dem Zettel hattet. Isso.