Start Musik Fusion – Ein Festival kämpft für Freiheit ohne Polizei (Y-Kollektiv Reportage)

Fusion – Ein Festival kämpft für Freiheit ohne Polizei (Y-Kollektiv Reportage)

Das Y-Kollektiv durfte einen Tag mit der Kamera auf dem Fusion-Festival dabei sein. Ein Novum, aber der Verein Kulturkosmos, die Macher*innen hinter der Fusion, geht nach den Querelen mit der Bullizei kommunikativ nun in die Offensive.

Die Fusion ist Hype – Das Festival gilt als das größte unkommerzielle, alternative Kulturfestival Europas. Ein Ticket bekommt man nur durch Losverfahren. Wer Glück hat, feiert also mit über 70.000 Menschen fünf Tage lang zwischen Bühnen, Bars, Performances und vegetarischen Essensständen in Lärz, Mecklenburg Vorpommern. Veranstaltet wird die Fusion vom Kulturkosmos Müritz e.V. unter dem Motto „Vier Tage Ferienkommunismus“.
Das friedliche Festival kommt seit 22 Jahren ohne Sponsoren aus – und ohne Polizei. Die Fusion dient als Schutzraum für die Besucher, in dem sie ungestört feiern können.
Weniger als zwei Monate vor Beginn des Festivals geriet die Fusion jedoch anderweitig in die Schlagzeilen. Es entflammte ein Streit um das Sicherheitskonzept des Festivals. Eine Polizeiwache mitten auf dem Festivalgelände und polizeiliche Präsenz auf dem gesamten Festival – Nicht im Sinne der Veranstalter, die Polizei musste draußen bleiben.
Auch der Presse blieben die Türen der Fusion bislang verschlossen. Bis zu diesem Jahr. Warum das Veranstaltungsteam eine Ausnahme gemacht hat und wie ein Festival ohne Kommerz und Polizei funktioniert – Reporterin Anne Thiele durfte einen Tag lang mit der Kamera dabei sein.