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Bad Bunny beim Super Bowl LX: Halftime zwischen Latin-Pop-Triumph, politischem Lärm und einem Hauch Punk im Vorprogramm

Der Super Bowl lebt von Übertreibung – und Bad Bunny hat das Prinzip bei Super Bowl LX auf seine eigene Weise neu interpretiert. Statt einer klassischen US-Pop-Revue gab es eine Halftime Show, die Puerto Rico ins Zentrum stellte, Reggaeton und Latin Pop als globalen Mainstream präsentierte und gleichzeitig mitten in einer politisch aufgeladenen Debatte stattfand.

Dass dieser Auftritt mehr als nur Entertainment sein würde, war schon vor dem Kickoff klar. Die Entscheidung der NFL für Bad Bunny als Headliner hatte in konservativen Kreisen für ordentlich Gegenwind gesorgt. Donald Trump machte im Vorfeld deutlich, dass er weder mit Bad Bunny noch mit den ebenfalls gebuchten Green Day etwas anfangen könne und kündigte an, dem Event fernzubleiben. Damit war der Rahmen gesetzt: Diese Halftime Show wurde von Anfang an als kultureller und politischer Marker gelesen.

Puerto Rico als Bühne im Stadion

Bad Bunny nutzte die 13 Minuten nicht für eine sterile Greatest-Hits-Abfolge, sondern für ein visuelles Mini-Puerto-Rico im Stadion: Zuckerrohr-Ästhetik, Straßenszenen, Tänzer:innen und eine Showdramaturgie, die sich stärker wie eine kulturelle Collage anfühlte als wie ein klassischer Pop-Medley-Block. Musikalisch bewegte sich der Auftritt zwischen Reggaeton-Brettern, Latin-Pop-Hooks und emotionaleren Momenten – und zeigte ziemlich klar, dass spanischsprachiger Pop längst im Zentrum der globalen Popkultur angekommen ist.

Lady Gaga als Überraschungsmoment

Einer der größten Crowd-Pleaser war der Auftritt von Lady Gaga, die als Special Guest auf die Bühne kam. Gemeinsam mit Bad Bunny lieferte sie einen Latin-angehauchten Duett-Moment, der gleichzeitig Pop-Spektakel und kultureller Crossover war. Neben ihr tauchten auch weitere Gäste aus der Latin- und US-Popwelt auf, wodurch die Show weniger wie ein Solo-Gig und mehr wie ein globales Pop-Summit wirkte.

Gäste & Cameos im Überblick

Neben Lady Gaga tauchten zahlreiche weitere Namen während der Show auf – einige auf der Bühne, andere in kurzen, aber auffälligen Momenten:

  • Ricky Martin (Duett & Crowd-Moment)
  • Karol G
  • Young Miko
  • Cardi B

verschiedene Celebrity-Cameos im Publikum und in Zwischensequenzen

Ein Name sorgte dabei für besonders viel Social-Media-Rätselraten: Pedro Pascal. Viele Zuschauer inklusive mir meinten, den Schauspieler („The Last of Us“) als Teil der Performance oder in den Tanzsequenzen entdeckt zu haben – offiziell bestätigt wurde das allerdings bislang nicht.

Freude statt Frontalpolitik

Trotz der hitzigen Diskussionen rund um Immigration, ICE-Präsenz beim Event und politischer Kritik blieb Bad Bunny auf der Bühne bewusst positiv. Statt plakativer Statements setzte er auf Gemeinschaft, Tanz und visuelle Symbolik. Die Show wirkte wie ein Gegenentwurf zum aufgeheizten Diskurs – nicht unpolitisch, aber eher als kulturelle Selbstbehauptung inszeniert als als direkte Konfrontation.

Green Day liefern den Punk-Kontext

Während Bad Bunny die Halftime dominierte, eröffnete Green Day den Abend mit einem kompakten Pregame-Set rund um „American Idiot“. Die Punk-Veteranen brachten klassische Energie und politische Geschichte mit auf die Bühne, auch wenn ihr Auftritt im Stadion selbst vergleichsweise straight blieb. Zusammen mit Bad Bunny entstand so ein ungewöhnlicher Doppel-Rahmen: Latin-Pop-Megastar im Zentrum, US-Punk-Institution als Auftakt – und darüber eine politische Diskussion, die das Event stärker prägte als viele Super Bowls zuvor.

Super Bowl LX Opening Performance by Green Day

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Ein Super Bowl im Zeichen des Wandels

Am Ende bleibt eine Halftime Show, die weniger wie ein klassisches US-Pop-Event wirkte und mehr wie ein globales Kultur-Statement. Ein spanischsprachiger Headliner, internationale Gäste wie Lady Gaga, ein politisch diskutiertes Line-up inklusive Green Day – und ein ehemaliger US-Präsident, der schon im Vorfeld dagegen wetterte.

Bad Bunny hat den Super Bowl damit nicht nur bespielt, sondern ein Stück weit verschoben: weg vom traditionellen Pop-Monolithen, hin zu einer Bühne, auf der kulturelle Identität, Pop-Spektakel und politische Reibung längst zusammengehören.

Bad Bunny’s Apple Music Super Bowl Halftime Show

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