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Ariel Pink – pom pom (Kritik + Stream)

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Wie aus dem Nichts war da plötzlich ein Streit in den Medien. Niemand wusste so recht wie es begann oder worum es eigentlich ging, aber im Mittelpunkt stand jedenfalls Ariel Pink.
Grimes wetterte ordentlich mit und Waxahatchee schloss sich an. Und zu allem Überfluss behauptete das Management von Madonna, noch nie von einem Ariel Pink gehört zu haben*. Dabei hatte der gerade jenes Management kritisiert, das ihn angeblich als Songwriter engagierte**.
Und im weitesten Sinne hatte das alles auch etwas mit diesem Interview zu tun, bei dem Pink erzählt, wie er von einer Frau attackiert wurde, mit der gerade die Nacht verbracht hatte.
Für eine ordentliche Recherche müsste ich vermutlich mehrere Stunden auf diversen Twitter-Accounts rumsuchen und allerhand Vorgeschichten durchwühlen. Aber so richtig von Interesse ist es dann doch nicht.

Viel wichtiger ist doch eigentlich das neue Album von Ariel Pink, das sich „pom pom“ nennt und in einem anmutenden blass-rosa daher kommt. Hier sieht man, wie Avantgarde sich an Pop anschmiegt und absurde Geschichten erzählt werden, die an Frank Zappa erinnern. Man fühlt sich ein bisschen, als würde man in eine löchrige Schmusedecke aus gut produzierten Lo-Fi Sounds gehüllt.
Man könnte dem Album vorwerfen, das es keinem roten Faden folgt oder dass Pink seinen Stil nicht gefunden hätte. Doch genau das ist das Spannende an „pom pom“. Hier werden nämlich Schwergewichte der Popkultur stilistisch zitiert. So erinnert z.B. der Opener „Plastic Raincoats In The Pig Parade“ an einige Stücke von The Beatles und „Not Enough Violence“ klingt, als käme es original aus der New Wave-Ära.

Ein Album so bunt, wie Ariel Pinks Outfits.

 

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PS: Die Platte bitte wie gewohnt im lokalen Plattenladen kaufen, denn heute ist #AmazonFreierMittwoch

* „M has no interest in working with mermaids“
** „She can“™t just have her Avicii, her producers or whatever, come up with a new techno jam for her to gyrate to and pretend that she“™s 20 years old.“

Jonathan
Geboren 1988 in Ulm, lebt und arbeitet Jonathan Tyrannosaurus Kunz in Saarbrücken und leitet Kurse an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. Er mag traurige Musik aus den Neunzigern und ist der beste Tischtennisspieler, den er kennt.

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