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TOP FIVE VIDEOS – Die besten Musikvideos der Woche

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An der Schwelle zwischen Black Friday Wahnsinn und weihnachtlicher Besinnlichkeit bringen diverse Bands und Musiker ihre letzten Musikvideos in Position um bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Projekte für das nächste Jahr werden vorbereitet, während letzte Alben aus 2014 natürlich auch noch bebildert werden wollen. Einen Querschnitt durch all das (sowie durch Lo-Fi Machwerke und aufwendigere Produktionen) liefert mal wieder unsere Top 5.

5. ho99o9 – Da Blue Nigga From Hell Boy (Regie: Behn Fannin)

Voodoo? Satanismus? Vollkommen egal bei dieser kleinen Trash-Perle, die uns ho99o9 da servieren. Zwei Priester in der Wüste machen noch keinen Clip, kommt aber eine besessene Frau hinzu weiß der erfahrene Horrorfilm-Zuschauer: das wird hässlich enden. Wie hässlich, das zeigt das Video mit dem wunderschönen Titel „Da Blue Nigga From Hell Boy“.

4. Angel Olsen –  Windows (Regie: Rick Alverson)

Es war ein gutes Jahr für Angel Olsen. Mit ihrer zweiten Platte „Burn Your Fire For No Witness“, die im Februar erschien, legte sie einen kometenhaften Aufstieg hin. Über die Zusammenarbeit mit Rick Alverson, dem Regisseur des Videos zu „Windows“, sagte sie: „Ich gab ihm völlige Freiheit bei der Umsetzung. Die einzige Bedingung war, dass ich darin vorkomme. Ich wollte etwas filmisches und vorlautes und ich glaube das hat er mit dem Video geschafft.“ Vorlaut ist das allemal, denn Olsen wird hier als Königin stilisiert. Wir hoffen, dass sie ihre royalen Pflichten auch in Zukunft einhalten wird und uns weiterhin mit guter Musik versorgt.

3. The Decemberists – Make You Better (Regie: Bill Fishman)

Nick Offerman aus der amerikanischen Erfolgsserie „Parks And Recreation“ spielt die Hauptrolle im neuen Video der Decemberists. Und zwar als Moderator einer deutschen Fernsehshow, der nach der Produktionsleitung schmachtet. Diese Darstellung zeigt die humorvolle Seite der Decemberists, die trotz episch-düsterer Songs durchaus vorhanden ist. So hiess es beispielsweise auf der Website, dass Orangina das offizielle Getränk der Band sei und sie ausschließlich mit Zeppelinen von Dr. Herring verreisen würde.

2. RY X – Sweat (Regie: RY X & Dugan O’Neal)

„Sweat“ ist eines dieser Videos, an deren Ende man nicht wirklich schlauer als vorher ist. Themen wie Suizid, Depression, Einsamkeit und Gewalt werden gestreift, aber nie explizit gezeigt. RY X verlässt sich gemeinsam mit dem Regisseur Dugan O’Neal lieber auf die suggestive Kraft seiner Bilder und schickt den Zuschauer auf eine melancholische Fahrt durch die persönliche Hölle hipper Endzwanziger im Jahr 2014.

1. Mr. Oizo – Ham (Regie: Eric Wareheim)

Mr. Oizo bringt die Figur zurück, die ihn Ende der 90er schlagartig bekannt machte: Flat Eric, das gelbe Plüschtier aus dem ikonischen „Flatbeat“ Video. In „Ham“ spielt Eric jedoch im Grunde genommen gleichzeitig Haupt- und Nebenrolle, denn er taucht als Merchandise-Artikel auf, um den sich eine Horde Adipöser angeführt von John C. Reilly kloppt. Die Story wird geradlinig erzählt, am Ende gibt es einen fiesen Twist und Flat Eric liegt blutüberströmt auf dem Boden. Beiläufig wird hier unsere gesamte Konsumgesellschaft abgewatscht, was natürlich besonders gut zum Black Friday passt, an dem das Video veröffentlicht wurde.