StartMusikMusikvideo der Woche #11: Slayer - You Against You

Musikvideo der Woche #11: Slayer – You Against You

In einem sehr interessanten Artikel namens „Why Music Videos Are Still So Important“ stellt Sarah Boardman fest, dass Musikvideos eigentlich so wichtig sind, wie nie zuvor. Das größte Problem seit dem Rückzug von MTV ist allerdings, dass der Markt „unter-kuratiert und über-sättigt“ ist. Damit meint sie, dass es zu viele Musikvideos gibt und dadurch die richtig guten häufig übersehen werden. Damit das unseren lieben Lesern nicht passieren, wählen wir an dieser Stelle das beste Musikvideo aus. Und zwar wöchentlich.

Slayer – You Against You (Regie: BJ McDonnell)

In „You Against You“ fahren Slayer und Regisseur BJ McDonnell schwere Geschütze auf. Aufwändig produziert bekommt der Metalhead hier ein blutiges Gemetzel geboten, während Slayer selbst zwischen Flugzeugwracks ihren Song zum besten gibt. Dem aufmerksamen Zuschauer und treuen Testspiel.de-Leser fällt darüber hinaus auf, dass es sich bei dem Video um das Prequel zu „Repentless“ handelt, das im September letzten Jahres veröffentlicht wurde.

Hier könnte die Begründung für die Wahl zum besten Musikvideo der Woche schon enden, wäre da nicht das Video zu „At Dawn“™s First Light“ von Amon Amarth. Was beiden Videos gemein ist, ist (neben der harten Gitarrenklänge und Schnittmenge der Zielgruppe) das Fehlen jeglicher Ironie. Doch während Amon Amarth mit einem Gemetzel in einem mittelalterlichen Dorf, eine peinliche Bestätigung jeglicher Klischees liefern, verorten Slayer das Geschehen in ein Setting, das für das Genre eher unspezifisch ist. Damit tun sie nicht nur ihren Fans einen Gefallen, die gerne mal in einen Topf geworfen werden mit rollenspielenden, weißen Nerds, deren Lieblingsserie „Game of Thrones“ und Lieblingsfilm der dritte Teil der „Herr der Ringe“-Saga ist. Sie tun auch all denen einen Gefallen, die in aller Liebe zu handgemachten Indie-Videos, auch mal etwas Action vertragen können.

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Lobende erwähnt werden muss „Middle“, das aus der Zusammenarbeit von DJ Snake und Bipolar Sunshine hervor gegangen ist und eine herzerwärmende Aussenseiter-Geschichte erzählt.

Jonathan
Geboren 1988 in Ulm, lebt und arbeitet Jonathan Tyrannosaurus Kunz in Saarbrücken und leitet Kurse an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. Er mag traurige Musik aus den Neunzigern und ist der beste Tischtennisspieler, den er kennt.

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