Start Kritiken Ein wenig lame: Stormzy live im Docks

Ein wenig lame: Stormzy live im Docks

Vorbei die Zeiten, als Stormzy noch den Support diverser Grime Größen wie Skepta, Wiley, oder Wretch 32 benötigte und als „Zukunft“ des Raps bezeichnet wurde. Die Zukunft ist heute. Vor fast genau 4 Jahren war er im Arena Club Berlin zum ersten Mal in Deutschland zu sehen. Ein Freund nahm mich damals glücklicherweise spontan mit zum Konzert. Vor knapp 300 Leuten in Berlin ließ er seine „Energy Crew“ schwitzen; im letzten Jahr dann schon zehntausende als Headliner beim Glastonbury Festival:

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Der 26jährige Stormzy aus South London wird derzeit mit Preisen und Preisungen geradezu überschüttet. Erst kürzlich gab es zum zweiten Mal nach 2017 den Brit Award – British Male Solo Artist und Ende letzten Jahres zierte er das Cover des Time Magazine als einer der „Next Generation Leaders“.

Am Montagabend kam Stormzy im Rahmen seiner 2020 Tour ins ausverkaufte Docks nach Hamburg. Punkt neun ging es zumindest auf der Bühne energiegeladen los. Das Publikum war da allerdings noch größtenteils mit dem Filmen der ersten Minuten des Auftritts beschäftigt. Viel erkennen konnte man auf den Videos vermutlich sowieso nicht, denn die treibenden ersten Tracks wurden von einem Strobo-Gewitter begleitet.

Überhaupt war der erste Part des Konzerts voller Energie, die sich in harten Beats und später auch in einer tobenden Moshpit ausdrückte. Leider widmete sich Stormzy danach hauptsächlich seinen ruhigeren, fast schon baladenähnlichen, Tracks. Das Publikum hat es gefeiert. Ich fands ziemlich lame. Aber Geschmacksache. Ich hatte eben noch den Grime-Stormzy aus seiner Anfangszeit im Kopf. Die Energie von damals hat er keinesfalls verloren, aber einige seiner Tracks haben sich eben verändert. Auf dem aktuellen Album findet sich auch ein Track feat. Ed Sheeran. Ich weiß nicht.

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