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Das Printsterben geht weiter: Die Groove wird eingestellt, online geht es aber weiter

Nach 29 Jahren wird das Printmagazin der „Groove“ eingestellt, gab die Piranha Media GmbH heute mit großem Bedauern bekannt. Am 25. Oktober erscheint die 175. und letzte Ausgabe.

[…] Die Veränderungen in der Musikindustrie durch digitale Dienste, aber auch das immer schwierigere Umfeld am Kiosk und die massiven Einbrüche in der Anzeigenvermarktung, mit denen alle Zeitschriften kämpfen, haben bereits in den letzten Jahren die wirtschaftliche Situation der Groove massiv verschärft. „Wir haben uns den Entschluss alles andere als leicht gemacht“, kommentiert Herausgeber Alexander Lacher die Entscheidung. „In den Gesprächen mit der Redaktion seit Ende letzten Jahres haben wir gemeinsam festgestellt, dass es keine wirtschaftlich tragfähige Lösung für die Groove als Printtitel mehr geben kann“ In Zeiten von Spotify, YouTube, Social Media und der stetig zunehmenden Veröffentlichungsgeschwindigkeit besteht keine Möglichkeit, mit einer zweimonatlich erscheinenden Zeitschrift am Puls der Zeit und somit weiter relevant zu bleiben. […]

Ab dem 01. Januar 2019 will man als „Sprachrohr für elektronische Musik und Clubkultur“ konsequent den Schritt ins Digitale vollziehen. Neben der allmählichen Umstellung auf ein Subskriptionsmodell wird es einen frei zugänglichen Bereich auf groove.de mit tagesaktuellen Informationen rund um elektronische Musik und Clubkultur geben.

Wir drücken die Daumen, dass der Groove dieser Schritt glückt und wundern uns weiter darüber, dass die Intro diesen Schritt nicht gegangen ist. Es gibt schließlich genügend gute Beispiele für interessante Formate, die den neuen Nutzungsgewohnheiten und den neuen Formaten von Instagram, YouTube, Facebook und Spotify & Co. und modernem Storrytelling gerecht werden, die jedoch nahezu von allen etablierten und alten Medien wie Musikexpress, Rolling Stone, Visions, Spex, Intro oder Groove nicht richtig genutzt bzw. ausprobiert werden.