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Black & Proud – Afroamerikanische Musik zum Anfassen

Geschichte ist oft eine recht trockene Angelegenheit. Auch wenn man Bock auf’s Thema hat, heißt das nicht gleichzeitig, dass die passenden Lektüren auch genießbar sind. In Sachen afroamerikanischer Musik beweist nun „Black & Proud“, dass es auch anders geht.

Gut, das Cover sieht schon mal ganz nice aus – im Übrigen ist das Gesicht inklusive des Haarschopfes der Dame ein Cut-out, sodass das Buch noch einmal wertiger daher kommt.

Aber was verbirgt sich hinter dem Cover?

Auf über 170 Seiten hat sich das Duo Hervé Bourhis (Autor) und Brüno (Zeichner) zusammengetan, um bildlich, wie auch inhaltlich die Geschichte der afroamerikanischen Musik zu erzählen. Bis auf Jazz, denn das ist, Zitat: „Ein zu breites Thema, das ein eigenes Buch verdienen würde“. Wenn man mal ganz forsch an die Sache herangeht, erzählt „Black & Proud“, wie die „Work Songs“ von 1619 dafür gesorgt haben, dass wir 2015 „To Pimp a Butterfly“ von Kendrick Lamar feiern durften.

Natürlich wird das dem Inhalt nicht mal ansatzweise gerecht. Mit kurzen, leicht verdaulichen Texten und ansprechenden Illustrationen versehen, lernt man mehr und mehr die Entstehung der afroamerikanischen Musik kennen.

Während bis 1945 die Entwicklung der Musik eher noch umrissen wird, ist ab ’45 jedem Jahr ein repräsentatives Album oder Lied, sowie mindestens eine weitere Seite gewidmet. Einschneidende Ereignisse, wie Solomon Burkes Auftritt vor einer Meute des Ku Klux Klans oder Mike Tysons Rekord-K.O. gegen Spinks lockern den Ausflug in die Vergangenheit auf.

Auch Fun-Facts, wie Prince, der für das Back-Cover seines Self-Titled Albums nackt auf dem Pegasus saß, machen das Buch sehr lesenswert.

Das Hardcover in deutscher Sprache gibt’s beim Avant-Verlag. Freunden der afroamerikanischen Musik, sowie Musikliebhabern generell kann ich es sehr ans Herz legen. Wem das alles noch zu theoretisch ist, der kann sich außerdem beim Lesen oder auch so, von der passenden Playlist beschallen lassen.

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Tim
Manchmal etwas zu viel von Rob Gordon, manchmal zu wenig. Hamburger durch und durch.

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