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Was für eine Woche. Alles steht auf dem Kopf. Sogar Bayern München geht unter. Auf nichts kann man sich verlassen. Außer auf unsere Top Five Videos.

5. Audio88 & Yassin feat. Döll, Mädness  – Mann im Mond (Regie: Till Krücken)

Das Bündnis von Audio88 und Yassin, das seit 2007 Bestand hat, markiert eine der schönsten Liebesgeschichten des Deutschraps. Wenn ich richtig gezählt habe, werfen sie mit „Normaler Samt“ (R: 13.03.15) ihre vierte gemeinsame Platte auf den Markt. Und wenn die so wird, wie es „Mann im Mond“ andeutet, dann kommt ein großes Ding auf uns zu.

4. Will Butler – Anna (Regie: Unbekannt)

Eigentlich hat Will Butler alle Hände voll zu tun. Mit Arcade Fire hat der Bruder von Frontmann Win Butler in den letzten Jahren einen höllischen Erfolg verbuchen können. Für seine Zusammenarbeit mit Owen Pallett am Soundtrack von „Her“ bekam er sogar eine Oscar-Nominierung. Trotzdem schafft er es mit Policy noch ein Soloalbum rauszupfeffern und uns dann noch im Video zu „Anna“ Tanzunterricht zu geben. Wie macht der das bloß?

3. R.A. The Rugged Man – Media Midgets (Regie: Douglas Quill)

Mit jungen 18 Jahren unterschrieb R.A. Thorburn a.k.a. R.A. The Rugged Man seinen ersten Major Label Deal. Doch wer glaubt, dass er deshalb eine seitenfüllende Diskografie vorzuweisen hat, täuscht sich. Denn nach seiner Unterschrift 1992 wurde er zunächst als Feature-MC verheizt. Zwar für enorme Größen wie The Notorious B.I.G., Wu-Tang oder Public Enemy, aber eine eigene Platte blieb ihm verwehrt.
Erst 2004 brachte er dann sein Debut auf den Markt, auf das bislang erst zwei weitere Alben folgten. Dass sich die Uhren bei Herrn Thorburn etwas anders drehen, sieht man allein schon daran, dass sich der Track „Media Midgets“ auf der Platte „Legends Never Die“ von 2013 findet, ein entsprechendes Musikvideo aber erst jetzt rauskommt. Irgendwie seltsam, aber irgendwie toll.

2. Ariel Pink – Dayzed Inn Daydreams (Regie: Grant Singer)

Ariel Pink hat eine Schwäche für Außenseiter, was man in den letzten Videos „Put Your Number In My Phone“ und „Picture Me Gone“ sehen konnte. Er scheint aber auch eine Schwäche für Grant Singer zu haben, der bei den beiden fantastischen Musikvideos Regie führte.
Für „Dayzed Inn Daydreams“ tat man sich erneut zusammen und portraitierte einen gealterten Rockstar, dem nicht mehr zugejubelt wird.
Auf das diese Kollaboration nie enden möge. Prost.

1. Modest Mouse – Coyotes (Regie: Andreas Weman, Johan Lydén)

Das Video „Coyotes“ erzählt die wahre Geschichte eines Coyoten, der sich im Winter 2002 in Portland in eine Straßenbahn setzte. Aufgearbeitet wurde das bereits 2008 in einem Song von Sleater Kinney, aber unserer Meinung nach, kann es nicht genug davon geben.
Vor allem dann nicht, wenn die Geschichte so schön und so schön menschenleer erzählt wird, wie in dem Video zu „Coyotes“ von Modest Mouse.