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TOP FIVE VIDEOS – DIE BESTEN MUSIKVIDEOS DER WOCHE

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Keine Ahnung ob es an Halloween lag, aber in dieser Woche hat sich ziemlich viel kranker Scheiß angesammelt. Mal recht brutal, mal diffus verstörend und ab und an auch wirklich merkwürdig. Das Wichtigste war aber: vieles davon ist sehr gut gemacht. So gut, dass wir euch hiermit die vermutlich schauerlich-scheuslichste Top 5 bis dato liefern. Das war’s dann wohl mit eurem gemütlichen Sonntag.

5.  Lucius – Hey, Doreen (Regie: Michael LeBlanc & Scott Cudmore)

Es beginnt so schön harmlos: Kegeln, Karaoke, alte Damen. Doch dann kippt die Atmosphäre im neuen Video der Band Lucius schnell. Die Geschichte um zwei mordende Frauen mit möglichen übersinnlichen Fähigkeiten bleibt schön schwammig und lässt den Zuschauer ratlos in gelungen-tristen Bildern zurück. Am Ende geht alles in Flammen auf und man darf sich fragen, was hier Realität, Wunsch-Vorstellung oder einfach absurde Fiktion ist. (~Sebastian)

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4. OK Go – I Won’t Let You Down (Regie: Kazuaki Seki & Damian Kulash, Jr.)

Marc hatte es zu Beginn der Woche bereits prophezeit: wir kommen in unserer Top 5 nicht an OK Go vorbei. Wieder mal hat die Indie-Band ihre eigene Musik mit den zugehörigen Bildern ein wenig in den Schatten gestellt. Zum Einsatz kommen dieses Mal unter anderem fahrende Stühle, Regenschirme und aus der Luft gefilmte Massen-Performances. Großes Kino, wie immer. Und die letzte Chance zu verschnaufen, bevor der wirkliche gruselige Teil des Abends beginnt. (~Sebastian)

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3. Flying Lotus – Ready Err Not (Regie: David Firth)

Flying Lotus erfreute uns in diesem Jahr schon mal mit einem genialen Video, in dem der Tod jedoch vollkommen anders behandelt wurde als in „Ready Err Not“. Ein animiertes Video zeigt die Enthauptung eines Menschen, der Steven Ellison, dem Produzenten hinter dem Alias Flying Lotus, erstaunlich ähnlich sieht. Was folgt ist ein blutrünstiger, grotesker Alptraum mit Anleihen an Künstler wie Bosch oder del Torro, in dem eine deformierte Redneck-Familie, wandernde Augen und diverse Monster mitspielen. So pessimistisch klingt „You’re Dead!“ zwar im Grunde nicht, dennoch hat natürlich auch dieser Blickwinkel seine Berechtigung. (~Sebastian)

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2. FKA Twigs – Video Girl (Regie: Khalil Joseph)

Die junge FKA Twigs ist spätestens seit diesem Jahr dafür bekannt, ein Gesamtkunstwerk zu sein. Ihre Aussehen, ihre Videos, ihre Musik, einfach alles scheint perfekt aufeinander abgestimmt zu sein. Da macht auch ihr aktuelles Werk „Video Girl“ keine Ausnahme – zu den Klängen des Openers sowie des gleichnamigen, ihrem Debüt „LP1“ entstammenden Song tanzt sie durch einen in schwarz/weiß gefilmten Clip um einen Todeskandidaten herum, der gerade per Injektion exekutiert wird. Dadurch erhält das mit Obsessionen spielende Stück, das auf FKA Twigs‘ Karriere als Video-Tänzerin anspielt, eine weitere gespenstische Ebene. Es fliegen zwar keine Köpfe und Eingeweide werden auch nicht gefressen, gruselig ist das trotzdem. (~Sebastian)

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1. Scott Walker & Sunn O))) РBrando (Regie: Gis̬le Vienne)

Für das Album „Soused“ hat sich Scott Walker die Band Sunn O))) mit ins Boot geholt. Und das was hier aufeinander trifft, ist nichts anderes als eine Kollaboration zweier Legenden. Walker macht bereits seit den 50ern Musik und hat sich durch Popmusik gearbeitet, nur um dann 1983 das experimentelle Album „Climate Of Hunter“ vorzulegen, das seinerzeit weit voraus war. Bekannt wurde das Album einerseits als Kritikerliebling, andererseits als das am schlechtesten verkaufte Album, das je von Virgin Records veröffentlicht wurde. Da ist der gedankliche Weg zu Sunn O))) gar nicht so weit. Denn obwohl die Band aus Seattle weit von einem Plattendeal mit Virgin entfernt ist, hat man es hier mit wahren Grössen ihres Genres zu tun, das gerne Drone Doom genannt wird und für kunstvolle Metalmusik mit Überlänge steht. Nun heisst der Opener der Kollaboration „Brando“ und der Ausdruck Musikvideo kann dieser Interpretation von Gisèle Vienne kaum gerecht werden. Viel eher muss man hier mit dem Wort Kurzfilm übertiteln. Und zwar in blinkender Leuchtschrift. Zu Recht in einer starken Woche unser Platz 1. (~Jonathan)

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Sebastian
Aus Saarbrücken, in Münster, immer auf Testspiel, manchmal auch hier: http://mordopolus.tumblr.com/

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