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TOP FIVE VIDEOS – Die besten Musikvideos der Woche

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Ein Captain der US-Army namens Florent Groberg wurde kürzlich mit der Medal of Honor ausgezeichnet, weil er einen Selbstmordattentäter zu Boden riss und damit mehreren Menschen das Leben rettete. Dabei wurde er schwer verletzt und in ein Krankenhaus in seinem Heimatland gebracht. Dort wurde er von Jonathan Davis, dem Frontmann von Korn besucht. Doch schon am nächsten Tag glaubte Gronberg halluziniert zu haben und unter dem Einfluss der Schmerzmittel zu stehen.
Und nun musste sich der tapfere Mann bei der Verleihung der Medal of Honor auch noch den Hohn von POTUS Barack Obama gefallen lassen, der scherzte: „Flo, ich möchte dir versichern, dass du nicht halluzinierst. Du bist im Weißen Haus. Diese Kameras sind auf dich gerichtet. Aber ich bin nicht der Sänger von Korn.“
Soviel komödiantisches Talent, soviel Macht und soviel Wissen um Popkultur. Aber wer weiß, vielleicht verkleidet sich Angela Merkel auch manchmal und heizt das Publikum in einem kleinen Stand Up-Comedy Laden auf. Und vielleicht hört sie auch heimlich Die Nerven.
Wir sind halt nicht in den USA. Und eigentlich ist das auch ganz okay so.

5. Hodgy Beats – Hunger (Regie: Hunter Lyon)

In „Hunger“ präsentiert sich das ehemalige Odd Future-Mitglied Hodgy Beats so betont lässig an so betont ungewöhnlichen Schauplätzen, dass es die Konzeption von Rap-Videos ins Wanken bringt. Keine Clubs, keine Bitches, keine Crew. Stattdessen ein amerikanisches Diner und ein Berg Holzscheite. Wenn das schon für einen fünften Platz reicht, sollte sich Rap wirklich fragen, ob es nicht immer noch Opfer seiner eigenen Klischees ist.

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4. Marlon Williams – Hello Miss Lonesome (Regie: Damien Shatford)

Folkmusik ist sowas von tot. Marlon Williams macht aber genau das und zeigt in „Hello Miss Lonesome“ sein schauspielerisches Talent – Für den vierten Platz unserer wöchentlichen Videocharts gibt er sogar sein letztes Hemd (NSFW).

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3. Arca – Vanity (Regie: Daniel Sannwald)

Kein Producer ist derzeit so angesagt wie Arca. Gerade mal 25 Jahre alt, kann der junge Mann aus Venezuela bereits auf Zusammenarbeiten mit Kanye West, Hudson Mohawke, Björk und FKA Twigs zurück blicken. Seines neues Video zu dem Track „Vanity“ hat er gemeinsam mit seinem Lebensgefährten Daniel Sannwald gedreht, der es schafft den düsteren und teil-erotischen Charakter der Musik visuell einzufangen.

Das neue Album „Mutant“ von Arca erscheint am 20.11.15 via Mute Records.

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2. Darwin Deez – The Mess She Made (Regie: Oscar Hudson)

Für Quadral haben wir bereits das neue und tolle Album von Darwin Deez besprochen. Einer der besten Songs ist „The Mess She Made“, der beschreibt wie ein Freund zu Besuch ist und man bei einem gemeinsamen Besäufnis über eine schlimme Trennung spricht. Im entsprechenden Musikvideo von Oscar Hudson wird wieder mal die Keule der optischen Täuschung ausgepackt. Da uns das aber nicht langweilig wird und es wirklich liebevoll gemacht wurde, verdient sich das unterhaltsame Stück den zweiten Platz.

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1. Die Nerven – Barfuß durch die Scherben
(Regie: Maximilian Wiedenhofer)

Die Nerven sind ja bekanntlich der heißeste Scheiß der Stunde. Von Bahnhofspunks über Feuilletonisten – alle feiern die Band aus Stuttgart, die auf kunstvolle Art den Zeitgeist einfängt und gleichzeitig die Sonic Youth Ära wieder auferstehen lässt.
Mit ihrem neuen Video holen sie sich nun als erste deutschsprachige Band in diesem Jahr, den ersten Platz unseres wöchentlichen Rankings. „Barfuß durch die Scherben“ wirkt dabei wie eine Adaption von „Smells Like Teen Spirit“ – zwar keine Hymne, enthält aber durchaus das Momentum eines Jugendaufstands; auch wenn der hierzulande darin mündet, dass gelangweilte Teenager ihre Arme ein bisschen schneller baumeln lassen als gewöhnlich.

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Jonathan
Geboren 1988 in Ulm, lebt und arbeitet Jonathan Tyrannosaurus Kunz in Saarbrücken und leitet Kurse an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. Er mag traurige Musik aus den Neunzigern und ist der beste Tischtennisspieler, den er kennt.

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