Start Musik Tims musikalischer Wochenrückblick KW05

Tims musikalischer Wochenrückblick KW05

Alles neu macht der … Februar?

Jedenfalls gaben Dredg auf Facebook grünes Licht für ein neues Album! Gitarrist Mark Engles und Schlagzeuger Dino Campanella packten auf dem geposteten Foto eine Popcorn-Maschine mit dem Kommentar „Das Wichtigste zuerst“ aus. Auf die unweigerliche Frage eines Fans, was die Geheimniskrämerei denn solle, gab es dann die erlösende Antwort: Die Arbeiten am Nachfolger des 2011 erschienen „Chuckles and Mr. Squeezy“ wird nicht länger nur ein feuchter Fan-Traum bleiben! Schlechte Video-Überleitung incoming: Da kullert mir doch vor Freude direkt eine Träne aus meinen Glupschaugen…

Wider aller Befürchtungen scheint sich Billy Corgans Gesundheitszustand ebenfalls wieder im grünen Bereich zu befinden. Zuletzt postete der Smashing Pumpkins Mastermind auf Instagram kontinuierlich Bilder und Texte, die leider sehr nach Abschied klangen. Jetzt kam die wenig dramatische, dafür aber umso erleichternde Klarstellung: Eine fiese Grippe hatte ihn niedergestreckt. Bei all dem Hin und Her ging beinahe unter, dass kein geringerer als Produzenten-Rauschebart Rick Rubin scheinbar mit den Ur-Pumpkins anbandelt. Grund genug, noch einen Klassiker raus zu hauen!

Und nun ein drittes und letztes Mal in der selben Farbwelt, und weil sich immerhin zwei Wortspiele anbieten: Die Spice Girls scheinen sich wieder grün zu sein. Nach sechs Jahren der Bühnen-Abstinenz will die Girl-, oder wohl mittlerweile eher Grown-Women-Group, nun wohl doch wieder zusammen auftreten. Endlich, ENDLICH! lies sich Victoria Beckham scheinbar breitschlagen. In Anbetracht von 10 Millionen Pfund pro Person in grünen Scheinen (Zwinker-Emoji), allerdings auch nicht so überraschend. Singen will Frau Beckham übrigens nicht. Na ob das den anderen Damen gegenüber besonders fair ist? Ich weiß ja nicht! Bald wissen wir mehr oder eben nicht – bis dahin: Viva forever.

Ganz klar meldete sich Kate Nash zurück! Die Britin hatte vor einiger Zeit bei Kickstarter erfolgreich dazu aufgerufen, sie mit Geld für die Produktion ihres vierten Albums zu unterstützen. Wie üblich für die Plattform gab es noch allerlei nützliches und vollkommen unnützes Zeug dazu zu kaufen. Nun kam auch der gemeine Pöbel in den Genuss der ersten Single. Erfreulicher Weise erinnert „Drink about You“ an den Vibe von Nashs Erstling „Made of Bricks“ und nicht daran, was danach kam. Die Spannung auf das kommende Album steigt also!

Nach drei Jahren ohne Release, meldeten sich nun ebenfalls God is an Astronaut zurück. Ihr nächstes Album wird am 27. April unter dem Namen „Epitaph“ erscheinen. Die Post-Rock-Band hat sieben Tracks zusammengeschustert, die hoffentlich etwas mehr musikalischen Tiefgang zu bieten haben, als der Album-Teaser. Man ist gespannt.

Deafheaven haben mich in der Vergangenheit mit jedem ihrer Alben immer mehr fasziniert. Vielleicht schon, weil sich ihre Kurzbeschreibung – kalifornische Death Metal Band – wie ein Oxymoron liest. Dieses Jahr könnte meine Faszination abermals steigen, denn wie es scheint, arbeiten die vier Mannen an ihrem vierten Album. Grund für die Spekulation ist ein Instagram-Post, der die Band mit dem einfachen Text „2018“ im Studio zeigt. Zuletzt klangen die Kalifornier so:

Auch Down arbeiten laut Phil Anselmo an einem neuen Album. Dort ist die Frage allerdings eher, wen das nach dessen vorangegangenen Äußerungen und Gesten rassistischer Natur überhaupt noch interessiert.
Sich durch Aussagen selbst ins Bein zu schießen, ist scheinbar in der Musikwelt ein wachsender Trend. Mit seiner Meinung, dass es an den Frauen selbst läge, dass die Männer mehr Grammys abgreifen würden und sich dementsprechend steigern müssten, griff Grammy Präsident Neil Portnow ganz schön ins Klo. Gemerkt hatte er seinen Fehltritt laut seiner relativierenden Stellungnahme schon selbst – Holzauge sei wachsam. Um dennoch ein derartiges Statement nicht unbeantwortet zu lassen, meldeten sich nun Pop-Größen wie Katy Perry und Charli XCX mit gehobener Faust zu Wort. Geht via Social Media ja auch schnell. Und einfach.

Handfestes, und die eine oder andere gehobene Faust, gabs auch vom Melodic-Hardcore-Gespann Casey. Nämlich ihren neuen Song samt Video. „Phosphenes“ ist die zweite Auskopplung ihres am 16. März erscheinenden Albums „Where I Go When I Am Sleeping“. Hören lohnt sich, Hingehen auch. Zum Beispiel am 11.04. im Hamburger Goldenen Salon.

Zum Hingehen laden außerdem auch die Post-Rocker Caspian ein. Die schrauben bereits länger an neuem Material, sodass Besucher der Deutschland-Konzerte vielleicht sogar auf die eine oder andere Kostprobe kommen könnten. Mit dabei wird das Sechsgespann noch die wunderbaren Cloakroom haben. Für einen entspannten Abend, voller gefühlvoller Musik kann z.B. am 17.05. das Hamburger Hafenklang angesteuert werden.

Zum Abschluss noch einen kleinen Augenzwinkerer zum Wochenende. Den Freunden härterer Musik sollte Jared Dines ein Begriff sein. Ein Mann, der einfach gerne sein Genre persifliert. Das war’s für diese Woche – bis dahin: