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Oasis: Supersonic (Doku)

Noch bis zum 21.09. läuft in der Arte Mediathek die sehenswerte Oasis-Doku „Oasis: Supersonic“. Die synchronisierte Fassung könnt ihr auch auf YouTube streamen.

Gemeinsam waren sie nicht zu stoppen: Noel und Liam Gallagher eroberten mit ihrer Band Oasis die ganze Welt. Mit freiem Zugang zur Band und ihren Archiven dringt Regisseur Mat Whitecross mitten ins Herz von Oasis vor, im Zentrum steht die intensive Beziehung zwischen den beiden Brüdern. Der Film beginnt mit dem legendären Konzert in Knebworth Park im August 1996.

Im August 1996 gelang einer Indie-Band aus Manchester etwas, was nie zuvor erreicht worden war: Oasis spielte in Knebworth an zwei Abenden vor insgesamt 250.000 Zuschauern; zweieinhalb Millionen Fans hatten sich um Tickets beworben – so viele wie noch nie in der Geschichte Großbritanniens. Nur drei Jahre zuvor waren Liam und Noel Gallagher noch völlig unbekannt. Nichts deutete darauf hin, dass die Songs, die sie in einem Keller in Manchester einstudierten, wenig später vor Tausenden Zuschauern erklingen würden. Ein Gig in Glasgow erwies sich als wegweisend: Oasis spielte gemeinsam mit der örtlichen Band Sister Lovers vor fast leerem Saal in King Tut’s Wah Wah Wah Hut. Unter den wenigen Zuschauern war Alan McGee, der Direktor von Creation Records. Er legte ihnen noch am selben Abend einen Plattenvertrag vor. „Definitely Maybe“ landete auf Platz eins und wurde zum am schnellsten verkauften Debütalbum aller Zeiten. Oasis eroberte erst Japan und dann die USA. Tony McCarroll war später das erste Opfer einer Neuformierung. Die Band warf ihm mangelndes Rhythmusgefühl vor und ersetzte ihn kurzerhand durch Alan White. Dann verließ Paul McGuigan die Band wegen eines Nervenzusammenbruchs. Doch das Rad drehte sich weiter. Mit dem überraschend erfolgreichen „Wonderwall“ hielt sich die Band in den internationalen Charts, doch Noels Wunsch nach mehr Akustikprojekten sorgte für Konflikte. Manche glaubten, die Spannung zwischen den Brüdern könnte sich irgendwann auf offener Bühne entladen – und die Energie, die sie so erfolgreich gemacht hatte, würde auch für ihren Untergang sorgen. Da die Brüder ihren Streit öffentlich austrugen, stürzte sich die Boulevardpresse auf sie. Der Film zeigt Liam und Noel Gallagher so, wie sie wirklich sind: unbändig und ungebunden, leidend und leidenschaftlich. Ihre frühen Jahre wirken wie die Ruhe vor dem Sturm – als man noch nicht ahnte, dass die Brüder bald den Nerv einer ganzen Generation treffen sollten. Dokumentarfilm von Mat Whitecross (Großbritannien, 2016, 118 Min)