Start Musik Musikvideo der Woche #47: Dead Cross – Church Of The Motherfuckers

Musikvideo der Woche #47: Dead Cross – Church Of The Motherfuckers

In einem sehr interessanten Artikel namens „Why Music Videos Are Still So Important“ stellt Sarah Boardman fest, dass Musikvideos eigentlich so wichtig sind, wie nie zuvor. Das größte Problem seit dem Rückzug von MTV ist allerdings, dass der Markt „unter-kuratiert und über-sättigt“ ist. Damit meint sie, dass es zu viele Musikvideos gibt und dadurch die richtig guten häufig übersehen werden. Damit das unseren lieben Lesern nicht passiert, wählen wir an dieser Stelle das beste Musikvideo aus. Und zwar wöchentlich.

Dead Cross – Church Of The Motherfuckers (Regie: Michael Panduro)

Eine der erfreulichsten Allianzen, die sich 2017 im härteren Rockbereich ergaben, war der spontane Zusammenschluss von Dave Lombardo, Justin Pearson, Michael Crain und Mike Patton zu Dead Cross, einer Band, die genauso hektisch und intuitiv klingt, wie ihr Entstehungsprozess ablief. Dass die Musiker alle ihr Handwerk beherrschen und gerade Patton sich nie für eine Extravaganz zu schade ist, sollte mittlerweile jedem klar sein; der größte Trumpf ihres gemeinsamen, selbstbetitelten Debüts ist es jedoch, seine latente Räudigkeit nie an Virtuosität oder Pathos zu verraten.

Ähnlich – und damit auch ähnlich gut – funktioniert das nun kurz vor Jahresende nachgeschobene Video zu “Church Of The Motherfuckers”: Die diffuse, aber grundsätzlich einnehmende Religionskritik Pattons wird hier in Bilder übersetzt die wirken, als hätte Ingmar Bergman “Fight Club” in einer Nunsploitation Version adaptiert. Sinn machen die assoziativen Handlungsstränge nur bedingt, aber der Clip sieht fantastisch aus und hinterlässt ein wunderbar unangenehmes Gefühl.


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