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Musikvideo der Woche #17: Florence + The Machine – Third Eye

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Bei manchen Künstlern sollte man darüber nachdenken, ob man sie nicht aus solchen Wochenlisten ausschließt. Denn (fast) immer, wenn Florence + The Machine ein neues Video veröffentlicht, landet es bei uns auf dem Spitzenplatz. Doch sollte man wirklich eine Künstlerin dafür bestrafen, dass sie immer wieder hervorragende Videos liefert? Wenn man so fragt, natürlich nicht. Aber man sollte schon zu Bedenken geben, dass unbekanntere Gruppen mit einem kleineren Budget dadurch unbeachtet bleiben, obwohl sie vielleicht ein Video veröffentlicht haben, bei dem sie für ihre Verhältnisse mehr über sich hinaus gewachsen sind, als eine Florence Welsh, die jedes Mal mit einem Spitzenregisseur und Riesenteam zusammen arbeitet.

Doch neben hervorragenden Videos von White Lung und Azealia Banks, die beide bereits große Erfolge erzielen, war „Third Eye“ künstlerisch das allerbeste, was es diese Woche zu bestaunen gab. Deshalb lautet der Sieger in dieser Woche:

Florence + The Machine – Third Eye
(Regie: Courtney Davies & Vince Haycock)

Florence Welsh hat 2015 in dieser Redaktion alles abgeräumt, was ging. Sie war vertreten in den Listen zum besten Album, besten Musikvideo und besten Song des Jahres, und setzt nun diesen Erfolgsweg fort. Doch zumindest im visuellen Bereich könnte „Third Eye“ den Schlusspunkt einer furiosen Kooperation bedeuten.
Denn die Zusammenarbeit von Welsh und Regisseur Vince Haycock an dem bislang mysteriösen Projekt „The Odyssey“ findet hier ihr Ende. Reiht man die Videos der beiden aneinander, kommt man auf ein 47-minütiges Gesamtwerk, das motivisch einem roten Faden folgt und eine ganz eigene Art der Ästhethik begründet.

Welsh sagt dazu: „This is the finale of a very personal project that came from a conversation me and Vince had in the Chateau Marmont about a year and a half ago while I was writing How Big, How Blue, How Beautiful. I was talking to him about the record and the car crash of a relationship break up I was going through. The highs and the lows of love and performance, how out of control I felt, the purgatory of heartbreak, and how I was trying to change and trying to be free. And we decided we would re-tell this story in full.“

Der Rest erklärt sich durch das Video:

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Jonathan
Geboren 1988 in Ulm, lebt und arbeitet Jonathan Tyrannosaurus Kunz in Saarbrücken und leitet Kurse an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. Er mag traurige Musik aus den Neunzigern und ist der beste Tischtennisspieler, den er kennt.

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