Start WTF Jan Böhmermann remixt den Hitlergruß vom Rostock-Lichtenhagen-Foto

Jan Böhmermann remixt den Hitlergruß vom Rostock-Lichtenhagen-Foto

Wir müssen schon wieder Jan Böhmenmann bringen, da er nach seiner Attacke gegen die YouTuber gestern, heute erneut die Urheberrechts-Debatte mit einem Bild-Remix des urinierten Jogginghosen-Trägers, den Martin Langer 1992 in Rostock beim Hitlergruss fotografierte, befeuert.

Jan Böhmermann hatte das Bild getwittert und wurde anschließend von einer Kanzlei im Auftrag des Fotografen abgemahnt. Das erzählt er in einem ausführlichen Facebook-Post. 1000 € soll das Bild kosten. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Da gibt es die „Urheberrechtsversteher“ vom Abendblatt (Zitat René) oder die Reformer von Netzpolitik.org. Heute konterte Böhmermann mit diesem Bild auf allen seinen Kanälen:

jan_boehmermann_hitlergruss

Abzuwarten bleibt jedoch, ob tatsächlich etwas Bewegung in die Debatte kommt oder nicht. Zu hoffen wäre es.

Fakt ist, dass die Promo für das neue NEO Magazin Royale mit einem polarisierenden Jan Böhmermann erfolgreich läuft. Davon ganz abgesehen ist das Bild natürlich geil und wir haben uns bepisst vor Lachen.

Update: Im kwerfeldein-Blog kommt der Urheber des Bilds, der Hamburg Fotograf Martin Langer zu Wort. Jan Böhmermann kommentiert seinen Beitrag.

By the way, es wäre wünschenswert, wenn die Urheberrechts-Debatte mal wieder in Gang kommen würde. Das Recht auf Remix gefällt mir auch, nur dürfte das bei Menschen wie Jan Böhmermann oder Bloggern, die kommerziell unterwegs sind, sicherlich nicht greifen. Kann ich mir zumindest nicht vorstellen. Und bis dahin bleibt aber erstmal alle beim alten, da kann Onkel Jan noch so viel schimpfen. Dennoch gefällt mir sein Schlusssatz sehr:

Also prima, dass sich nicht immer alle an Gesetze halten. Und auch prima, dass nicht immer jeder sein Recht bis ins Letzte durchsetzt.

Update vom 30. Januar: Nach der Diskussion in den Medien und vor allem auch im oben verlinkten Beitrag von kwerfeldein hat Jan Böhmermann heute eine umfangreiche Stellungnahme über Facebook geteilt: