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He’s the man, that will find you: Connan Mockasin

Man nimmt ein paar Kinder und sperrt sie in ein einsames Haus am Waldrand. Man gibt ihnen nichts weiter, als eine Handvoll Instrumente und ein Aufnahmegerät. Ohne Kontakt zur Aussenwelt, lässt man sie dort bis zum geschlechtsreifen Alter heranwachsen. Die CD, die dann aus dem Briefkastenschlitz fällt, klingt genauso wie das letzte Album von Connan Mockasin, das den ehrwürdigen Titel Forever Dolphin Love (2011) trägt.

Dabei handelt es sich bei Connan Mockasin keineswegs um eine Horde vernachlässigter Kinder des Zorns, sondern um einen ausgewachsenen Neuseeländer mit blondem, fast weißem Haar.
Und er hat ein neues Album nachgelegt, das er Caramel (2013) nennt und in einem Hotelzimmer in Tokio aufgenommen hat. Die erste Auskopplung „I’m the man that will find you“ ist ein ganzes Stück verruchter und konkreter, als die bisherigen psychedelischen Träumereien, die er auf Forever Dolphin Love präsentierte. Im dazugehörigen Video (Regie: Daniel Brereton) turnt Mockasin verführerisch um das, mit Kurven gesegnete, Model Naomi Shimada herum.

Und auch die anderen Titel sind wesentlich mehr sexy und durch die wunderschön verzerrten Stimmen auch wesentlich mehr verstörender. Irgendwo zwischen Gruselfilm und Loungemusic also.
Mockasin dazu: „I wanted to make a record called Caramel, and wanted it to sound like what I thought a record called Caramel would sound like“”flirty and slick, in the same way, we wanted this video to be calm and flirty“ (via).
Also: Song anmachen. Jetzt wird gekuschelt.

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Zuletzt war Connan Mockasin mit Charlotte Gainsbourg (die gerade erst mit einem Cover von „Hey Joe“ einen psychedelischen Knaller ablieferte) und Radiohead auf Tour und wird im Februar für zwei Termine nach Deutschland kommen. Beide Termine (01.02.14 Berlin und 02.02.14 Köln) sind bereits fast ausverkauft. Also dalli dalli.

Illustration: Elizabeth Pich

Jonathan
Geboren 1988 in Ulm, lebt und arbeitet Jonathan Tyrannosaurus Kunz in Saarbrücken und leitet Kurse an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. Er mag traurige Musik aus den Neunzigern und ist der beste Tischtennisspieler, den er kennt.

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