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Happy Release Day KW43 – Brandt Brauer Frick, Kalim, Michael Mayer, Marching Church

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In unserer Rubrik „Happy Release Day“ stellt euch die Testspiel-Redaktion kurz und bündig jede Woche spannenden Neuveröffentlichenungen in Form von Kurzreview vor.

Brandt Brauer Frick – Joy

Während Brandt Brauer Frick für ihr Album „Miami“ noch mit einer Vielzahl unterschiedlicher Sänger kooperierten, nimmt auf dem Nachfolger „Joy“ der Kanadier Beaver Sheppard den Platz am Mikrofon exklusiv ein. Auf wenn „Joy“ eine Konzptalbum über die Freude seien soll, erwarten den Hörer keine leichten Melodien und sanften Beats. In der Vergangenheit zeigten BBF durch tanzbare Tracks immer auch ihr Gespür für den Dancefloor. Für „Joy“ verzichten sie darauf und denken ausschließlich in Songs statt in Tracks. Wir finden diese Experimentierfreude steht dem Trio sehr gut.

Michael Mayer – &

Bereits in der Vergangenheit hat sich der Kompakt-Mitgründer Michael Mayer offen für Kollaborationen mit anderen Musikern gezeigt – sei es als SuperMayer zusammen mit Superpitcher), Zimt zusammen mit mit Matias Aguayo oder Forever Sweet mit Reinhard Voigt und Tobias Thomas. Für sein neues Album „&“, für das Mayer beim Berliner !K7 Label angeheuert hat, hat er mit insgesamt 15 namhaften Gastproduzenten wie Miss Kittin, Roman Flügel, Hauschka oder Joe Goddard von Hot Chip 12 Tracks produziert. Da sich Mayer stark auf die einzelnen Studiopartner einlässt, ist „&“ ein sehr vielschichtiges und abwechslungsreiches Techno-Pop-Album geworden, das Freunden elektronischer Musik eine Menge Freude bereiten wird.

Kalim – Odyssee 579

Bereits mit dem Opener „Plan B“ wird schnell deutlich, wer sich auf Kalims „Odyssee 579″ einlässt, bekommt einen ungeschönten Einblick in die Realität der Randbezirke deutscher Großstädte (hier Hamburg) in denen viele durch den Weg in die Drogenkriminalität auf das schnelle Geld und ein besseres Leben hoffen. Kalim ist natürlich nicht der erste Rapper der seine Karriere als Drogendealer in Form von Texten aufarbeitet Die raue Ehrlichkeit mit der er seine Geschichte erzählt, sind jedoch packender und bedrückender als bei vielen anderen.

Marching Church – Telling It Like It Is

Mit seiner Band Iceage zählte Däne Elias Bender Rønnenfelt zu einem der spannendsten Post-Punk Projekte in den letzten Jahren. Sein neues Projekt Marching Church scheint eher geprägt von dem frühern Werk von The Cure, dem jungen Nick Cave oder David Bowies Young-Americans-Ära. Der größte Unterschied zum Sound von Iceage ist jedoch, dass Rønnenfelts Stimme viel mehr Spielraum bekommt, „Telling It Like It Is“ zu einem schönen, düster-wavigen und atmosphärischen Album macht.