Start Happy Release Day Happy Release Day KW27: Waxahatchee, Die Shitlers, Silverstein, Sheer Mag

Happy Release Day KW27: Waxahatchee, Die Shitlers, Silverstein, Sheer Mag

Hier kommen unsere wöchentlichen Kurzreviews zu den aktuellen musikalischen Neuveröffentlichungen.

Waxahatchee – Out in the Storm

Spätestens mit ihrem 2015er Album „Ivy Trip“ erspielte sich Waxahatchee die Aufmerksamkeit der Indie-Liebhaber. Mit „Out in the Storm“ folgt nun das vierte Album der Amerikanerin, für das sie erstmals eine Band zusammengestellt hat, welche die Platte live im Studio eingespielt hat. Die Songs bewegen sich zwischen ruhigem Lo-Fi-Folk und treibendem Indie-Rock, was „Out in the Storm“ angenehm abwechslungsreich macht. (Malte)

Die Shitlers – This Is Bochum, Not L.A.

„Nur wegen Shitlers ist Punk wieder interessant!“ heißt in der vorab veröffentlichten Single „Nur wegen Shitlers“ und auf deutschsprachigen Fun-Punk bezogen, kann man den Shitlers für dieses Eigenlob bedenkenlos recht geben. Gewohnt sarkastisch, humorvoll und mit ironischen Lokalpatriotismus für ihre Heimat Bochum präsentieren sich Die Shitlers auf ihrem neuen Album „This Is Bochum, Not L.A.“. Dazu passt der NOFX-mäßige Sound wie die Faust aufs Auge. Beste Unterhalttung. (Malte)

Sheer Mag – Need To Feel Your Love

Auf ihrem Debütalbum „Need To Feel Your Love“ mischen Sheer Mag aus Philadelphia Punk, Indie-Rock und funkige Grooves zu klassischem 70ies Hard Rock samt Thin-Lizzy-mäßigen Gitarrenriffs ohne dabei nostalgisch zu klingen. Vielmehr schaffen sie einen enorm packenden Sound, dem Sängerin Tina Halladay mit ihrer überragenden Stimme das Sahnehäubchen aufsetzt. (Malte)

Silverstein – Dead Reflection

Seit vielen Jahren stehen Silverstein für ein Attribut, das ihrem Genre im Grunde zuwiderläuft: Stabilität. „Dead Reflection“ liefert, wie seine Vorgänger, hauptsächlich ab, was gerade mit Blick auf die zahlreichen semi-glücklichen Synth-Pop-Annäherungsversuche diverser Emo-Kollegen nichts schlechtes sein muss. Natürlich gibt es hier nach wie vor pop-punkige Momente, doch am besten klingen Silverstein 2017 dann, wenn sie den Staub von Opa Metalcore pusten und zeigen, wie wendig das Genre in seiner kommerziellen Auslegung mal gedacht war. Überraschend ist das nicht, klar, aber eben: angenehm stabil. (Sebastian)