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Happy Release Day KW24 – Red Hot Chili Peppers, PAWS, Mitski, The Game, Radiohead

HRD_KW24

Immer häufiger höre ich in den letzten Tagen enttäuschte Kommentare über torarme, von Taktik dominierten EM Spiele. Deutlich abwechslungsreicher kommen daher unsere aktuellen Plattenempfehlungen daher – versprochen.

Red Hot Chili Peppers – The Getaway

Die Red Hot Chili Peppers sind zurück. Das von Danger Mouse produzierte und von Nigel Godrich abgemischte neue Album „The Getaway“ ist poppiger und ruhiger denn je. Es gibt mehr Piano, Keyboard, Background-Sängerinnen und sogar Streicher als jemals zuvor. Bei „Sick Love“ sitzt sogar Elton John am Klavier. Die Hits und Gassenhauer mit Über-Riffs vom Kaliber eines John Frusciante sucht man auf dem Album wie die alte Härte und Schnelligkeit vergangener Tag vergebens. Und dennoch ist „The Getaway“ ein solides Album geworden, das der Band steht. Es ist an vielen Stellen verdammt funky und wächst von Mal zu Mal. „The Getaway“ hat das Potential zu einem der easy listening Sommeralben des Jahres zu werden. Perfekt für den Sonnenuntergang am Strand. (Marc)

Mitski – Puberty 2

Die in Japan geborene, in New York lebende Musikerin Mitski Miyawaki legt ihr viertes Studioalbum vor. Auf „Puberty 2“ erschafft sie mit ihrer Melange aus melancholischem Indie-Folk, düsteren Gitarrenklängen, Blässern, Drum Computern und elektronischen Sounds bedrückende und zeitgleich faszinierende Songs. Ein wahnsinnig gutes Songwriteralbum, das mit einer guten halben Stunde fast ein wenig zu kurz ausfällt. (Malte)

PAWS – No Grace

Mit „No Grace“ liefern PAWS ihr drittes Studioalbum ab. Das schottische Punk-Trio lässt es vom ersten bis zum letzten Ton amtlich krachen und arbeitet sich temporeich in 26 Minuten durch 10 Songs. Als Produzenten konnte die Band aus Glasgow Blink-182s Mark Hoppus gewinnen, der sich für den brillanten Sound der Platte verantwortlich zeichnet. Im Vergleich zu den Vorgängeralben spielen PAWS deutlich stärker mit Pop-Punk-Elementen, denen Hoppus den nötigen Feinschliff verleiht, ohne den Songs jedoch zu viel ihrer Rohheit zu nehmen. (Malte)

The Game – Streets of Compton

„Streets of Compton“ ist der Soundtrack zu gleichnamigen, dreiteiligen TV-Dokumentation, die momentan beim amerikanischen Sender A&E ausgestrahlt wird. In der Doku erzählt Rapper The Game die bewegte Geschichte Comptons vom weißen Vorort von Los Angeles, in dem auch schon George Bush lebte, zu einem der gefährlichsten Stadtteile der USA. Die Beats haben einen schönen Westcoast-Old-School-Flavour. Außerdem sind einige Features mit weiteren Rappern aus Compton am Start. Vielleicht gibt es die Doku ja auch bald hierzulande zu sehen. (Malte)

Radiohead – A Moon Shaped Pool

„A Moon Shaped Pool“ haben Radiohead am 8.5. zunächst nur digital über ihre Website, Tidal und iTunes veröffentlicht. Seit letzter Woche könnt ihr das Album auch als LP in schickem weißen Vinyl oder CD erwerben. Auch bei Spotify gibt es die Platte (und den gesamten Backkatalog) jetzt im Stream. (Malte)