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Happy Release Day KW18 – James Blake, White Lung, Death Grips, Shit Robot, Klaus Johann Grobe, LUH

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Captain Planet haben in unseren Augen das „Album der Woche“ abgeliefert. Damit geht der Titel in der zweiten Woche in Folge an eine deutschsprachige Band. Welche neuen Platten wir uns noch gegeben haben, lest ihr hier.

James Blake – The Colour in Anything

Für die Überraschung der Woche hat eindeutig der Brite James Blake gesorgt, der über Nacht sein drittes Album „The Colour in Anything“ rausgehauen hat, das mit einer gesamten Spieldauer von über 76 Minuten erst mal konsumiert und verdaut werden will. Blake klingt auf „The Colour in Anything“ irgendwie wie immer und das soll definitiv nicht negativ gemeint sein. In den gewohnt melancholischen Songs steckt viel Liebe zum Detail und mittlerweile jede Menge Erfahrung für gute Bassmusik und Sounds an sich, was durch die Zusammenarbeit mit Produzent Rick Rubin sicherlich noch verstärkt wurde. (Malte)

White Lung – Paradise

Kurzes Durchatmen nach dem ersten Durchlauf des neuen White Lung Albums „Paradise“. Nach den ersten Vorab-Singles hatte ich mit einer deutlich stärkeren Entwicklung Richtung poppigerer Punkgefilde gerechnet, doch die Band um Frontfrau Mish bleibt sich auf „Paradise“ zum Glück weitestgehend treu. Zwar wirken einige Songs deutlich melodiöser und weniger rotzig als auf den Vorgänger-Alben. Dafür steckt weiterhin eine immense Energie in der Band und Album Nr. 4 ist eine konsequente Weiterentwicklung ohne die Wurzeln zu vergessen. (Malte)

Death Grips – Bottomless Pit

So klingt also eine aufgelöste Band: Eigentlich hatten Death Grips die Segel gestrichen, nun liegt mit „Bottomless Pit“ dennoch eine neue Platte vor. Immerhin klingt sie so, wie man sich landläufig wohl einen Gruß aus der Hölle vorstellt. MC Ride kämpft gegen die freidrehenden Kompositionen an, feuert Wortkaskaden am laufenden Meter ab, während Zach Hill und Flatlander Industrial, Electronica und Hip Hop so zusammenfügen, dass die Songs größtmöglichen Schaden nehmen. (Sebastian)

Shit Robot – What Follows

Marcus Lambkin hat noch nie ganz vorne mitgemischt, ist seit einigen Jahren aber dennoch ein stabiler House-Nostalgiker im DFA-Rooster. „What Follows“ ist nun sogar eine recht angenehme Überraschung geworden, nachdem sich der Vorgänger cleverer gab, als er tatsächlich war. 2016 begnügt Lambkin sich mit der Aufbereitung bekannter Muster, die jedoch durch die Bank zum gedankenverlorenen Tanzen in schwitzigen Clubs einladen, irgendwo zwischen Chicago und Paris. (Sebastian)

Luh – Spiritual Songs For Lovers To Sing

Wu Lyf waren vor fünf Jahren die Band der Stunde, mitsamt ihrer Verweigerungshaltung gegenüber der Presse und den großartigen Songs zwischen Dream Pop, Punk und Postrock. In der Zwischenzeit hat ihr Frontmann Ellery James Roberts die Band aufgelöst, sich verliebt und mit seiner Lebensgefährtin das Projekt LUH gegründet. Ihre erste LP hört auf den Namen „Spiritual Songs For Lovers To Sing“ und ist nicht weniger als ein furchtloser Vorstoß in die geschmacklichen Grenzregionen des Pop geworden. Wer weder große Gesten noch Eurodance scheut, der findet hier ein potentielles Album des Jahres. (Sebastian)

Klaus Johann Grobe – Spagat der Liebe

Das Schweizer Duo mit dem ungewöhnlichen Bandnamen hat sich in den letzten Monaten zu einem echten Exportschlager gemausert. Klaus Johan Grobe feiern mit ihrem Retro-Kraut-Space-Pop-Disco-Synthie-Sound und deutschsprachigen Texten auch im anglophonen Sprachraum zarte Erfolge. Wir empfehlen: Einfach mal drauf einlassen. (Malte)