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Fatoni & Dexter – Yo, Picasso (Kritik)

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Das ist Kunst und kann nicht weg!

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Was? Dieses Bild von einem Rapper und Produzenten sagen Euch nichts? Dann fangen wir mal hier an, mit dem besten Videosnippet zum besten Deutschrap Album des Jahres:

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Macht Spaß, oder? Vor allem ist es deutscher Rap! Bitte das nicht vergessen, denn wieviele deutsche Rapper behandeln so elend langweilige Dinge, dass man sie beim Zuhören schon vergisst oder einfach nicht hören will, weil sie sowas von egal und belanglos sind. Welch eine Freude, einen Fatoni in Deutschland haben zu dürfen, der gutrappend, augenzwinkernd, schelmisch, lausbubig, reflektierend, interessant und einfach neu ist. Nicht als Newcomer, sondern im Sinne von Form, Stil, Ausdruck. Da gehen doch die Ohren auf, da weht doch ein frischer Rapwind durch die Gehörgänge.

Zwei Grad wärmer als MC Fitti’s 30 Grad und um Längen kritischer:

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Sozialkritik kann man auch so verpacken, prima! Es geht aber nicht nur um soziale Kritik, es geht hier auf diesem Album über Rapper, damals gut, heute nicht, über die Abschaffung der Authentizität, damit man lieber man selbst ist, über die klügsten Geschöpfe, über Auberginen, die leider nach nichts schmecken und dafür lieber nach Schwein schmecken und gesund sein sollen, über menschliche Schicksale, die aber nicht so schlimm sind im Vergleich zu Hodenkrebs oder Stalingrad, über keine Tage und über Ein- und Aussteiger im ICE Abteil.

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Das klingt alles nicht nur interessant, das klingt alles auch noch sehr gut, weil Dexter komplett die Beats produziert hat. Wie kann man da noch zweifeln? Kunstbanausen würden da nur zweifeln. Aber das Schöne an dem Album ist, dass man es sich auch nur kaufen kann, ohne die Musik zu hören, weil das Cover so fantastisch ist und das Album optisch schon zum Kunstwerk macht. Die prächtig-wunderbaren Beats und die clever-tighten Raps kommen dann ja noch inhaltlich dazu!

„Yo, Picasso“ von Fatoni & Dexter ist so, als ob ihr in einem Auktionshaus ein wertvolles Picasso Gemälde ersteigern würdet, an dem noch ein gültiger Lottoschein mit sechs Richtigen befestigt ist. Da freut man sich doch auch! Nur Kunstbanausen und Griesgrams würden sich nicht freuen. Aber freut ihr euch mit Fatoni und Dexter auf das Release Date, freut euch auf ein wirklich schönes Album, das von vorne bis hinten mit jedem Bleistiftstrich und Beattupfer gelungen ist.

Releasedate ist 6.11.2015 und ab jetzt hier vorbestellbar, wunderbar.

9/10

Miru
Ich steh zwischen Ghetto und Goethe, also Strasse und Anspruch. Ich mag asiatisches Essen, skandinavische Mode, Max Goldt und Eulen.

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