Start Film & TV Durch die Nacht mit… Carola Rackete und Maja Lunde

Durch die Nacht mit… Carola Rackete und Maja Lunde

In der neusten Ausgabe von Artes „Durch die Nacht mit…“ trifft in Oslo die unfreiwillige Heldin und für den Friedensnobelpreis vorgeschlagene Umweltaktivistin sowie Kapitänin in Teilzeit Carola Rackete auf Maja Lunde, die erfolgreichste Autorin Norwegens (u.a. „Die Geschichte der Bienen“).

Ich finde das Aufeinandertreffen dieser zwei völlig verschiedenen Menschen, die zwei völlig verschiedene, teils extreme Leben führen, aber ähnliche Ziele verfolgen, spannend. Carola Rackete Hater treibt diese Sendung sogleich in die Kommentarspalten.

Kapitänin Carola Rackete, Frau der Stunde und zum Friedensnobelpreis vorgeschlagen trifft in Oslo auf Maja Lunde, die erfolgreichste Autorin Norwegens, dem Gastland der Buchmesse Frankfurt. Rackete ist zu einer Ikone des zivilen Ungehorsams geworden, Lundes Bestseller appellieren an das politische Gewissen des Lesers.

Carola Rackete ist eine Ikone des zivilen Ungehorsams geworden. Sie hat die Menschlichkeit über das Gesetz gestellt, hat ihre persönliche Freiheit riskiert, um 50 Migranten zu retten. Maja Lunde verdichtet in ihren Büchern die Folgen des Klimawandels zu persönlichen Schicksalen. Ihre Bücher wurden in über 30 Sprachen übersetzt weltweit zu Bestsellern. Lunde und Rackete verbindet der Kampf um eine Erneuerung des politischen Bewusstseins, wie sie die Bewegungen Friday for Future oder Extinction Rebellion verkörpern. Sie treffen eine norwegische Aktivistin, die verhaftet wurde, weil ihre Aktion „die öffentliche Ordnung gestört hatte“. Oslo ist zwar eine grüne Stadt – die Beiden fahren E-Auto, E-Scooter und Boot,- aber der Reichtum Norwegens basiert auf der Ausbeutung fossiler Brennstoffe, auf Öl. Rackete erzählt von weiteren Aktionen. Mit Maja Lundes Augen betrachtet, könnte sie eine ihrer Protagonistinnen sein. Rackete schreibt gerade selbst ein Buch über die Ereignisse des letzten Jahres. Sie gehen auf Spurensuche des Polarforschers Fritjof Nansen, dem 1923 für sein Engagement für Flüchtlinge der Friedensnobelpreis verliehen wurde. 2019 wurde Carola Rackete für den Friedensnobelpreis nominiert. Sie essen im Restaurant eines Syrers, der 2015 geflohen war. An dessen persönlichen Schicksal wird Weltpolitik erlebbar. Mit Fay Wildhagen treffen sie auf eine junge Musikerin, die gegen die Grenzen im Innern, wie im Äußeren ansingt. Ein Film über zwei Frauen, die sich die großen Themen der Gegenwart auf die Fahnen geschrieben haben und damit auf ihre eigene Weise für einen positiven gesellschaftlichen Wandel kämpfen.

(via Fernsehersatz)