Start Film & TV Doku: Betty Davis – The Queen of Funk

Doku: Betty Davis – The Queen of Funk

Im Rahmen der “Women’s Voices” Reihe widmet sich Arte großen Frauen(stimmen) in der Musik. An vier Freitagen widmet sich der Sender dem Schaffen von Marianne Faithfull, Beth Ditto, den Savages sowie der Soul-Legende Betty Davis. Die Dokumentation “Betty Davis – The Queen of Funk” macht den Anfang.

Die legendäre Funk-Diva Betty Davis war ihrer Zeit voraus und hat das Frauenbild ihrer Zeit komplett umgekrempelt. Mit ihren provokanten Auftritten, die sie bisweilen im Negligé bestritt, und ihrer gesanglichen Radikalität sprengte sie alle Grenzen. Das Multitalent war sowohl Model als auch Singer-Songwriterin. Sie verkehrte mit den größten Stars des Musikgeschäfts, damals noch einer anerkannten Männerdomäne. Sie heiratete Miles Davis, freundete sich mit Jimi Hendrix und Sly Stone an, schrieb Songs für die Chambers Brothers und die Commodores, die Band von Lionel Richie. In den 70er Jahren begeisterte sie das Publikum mit ihrem sinnlichen Stil und ihrem wilden Hard-Funk-Blues. Davis gilt bis heute als Inspirationsquelle für unzählige Künstler, von Prince über Erykah Badu und Peaches bis hin zu Alicia Keys. Sie war eine Vorkämpferin für moderne Pop-Diven von Madonna bis Beyoncé. Carlos Santana nannte sie “Black Panther Woman”, denn Davis wollte nicht “brav” sein, wie man es von schwarzen Sängerinnen damals häufig verlangte. Sie verabscheute Tabus, unterstützte die “Black is Beautiful”-Bewegung und kultivierte den Afrolook als das Coolness-Element schlechthin für das afroamerikanische Publikum. Plötzlich jedoch trat sie aus dem Scheinwerferlicht, brach den Kontakt zu ihrem Umfeld ab und verschwand in den 80er Jahren von der Bildfläche. Seither ranken sich Legenden um ihren unerwarteten Abschied von der Bühne. Zum ersten Mal seit 35 Jahren bricht sie nun ihr Schweigen. Das Porträt erzählt die außergewöhnliche Lebensgeschichte der 70er-Jahre-Ikone.

Noch bis zum 05.04. ist die Doku bei Arte online abrufbar.

(via Progolog)