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Apple Music – Das verspricht der neue Musikstreaming-Service von Apple

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„Alles, was Du an Musik liebst. Alles an einem Ort.“, so wird „Apple Music“ beworben.

„Alles, was Du an Musik liebst. Alles an einem Ort.“ so lautet das Versprechen von „Apple Music“, das Apple heute Abend zu Beginn der WWDC15 vorgestellt hat. Fast 40 Minuten hat das one more thing am Ende der Keynote gedauert. Allerdings ist der Dienst alles andere als revolutionär, obwohl Tim Cook, Drake und Co. Apple dieses Adjektiv des öfteren fallen ließen.

„Apple Music“ ist in erster Linie ein neuer Musik-Streaming-Dienst vergleichbar mit Spotify & Co., den Apple sogar Android Nutzern zum Start anbieten wird. „Apple Music“ kommt auf iOS mit einem Update der Musik-App in iOS 8.4.

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Die UI der neuen Music-App hinterlässt einen sehr sauberen und aufgeräumt Eindruck.

Die vier neuen Hauptbestandteile von „Apple Music“ sind „Entdecken“, „Radio“, „Connect“ und die „Mitgliedschaft“

„Entdecken“ bietet einige neue Features rund um das Thema Playlists. So gibt es neben den klassischen Playlists auch Vorschläge für individuelle Playlists, die anhand der persönlichen Präferenzen erstellt werden. Dabei werden auch die bereits in der Musikbibliothek vorhandenen Titel berücksichtigt. Laut Apple sollen die Vorschläge nicht einfach anhand eines Computer-Algorithmus erstellt werden sondern werden von Apple Musik Redakteuren und Kuratoren wie z.B. von Pitchfork oder Rolling Stone erstellt (Anm.: Wir sind zum Start nicht dabei). Die Musik-App um den Menüpunkt „For You“ erweitert.

„Beats 1“ wird Apples neue 24/7 Radiostation heißen, die aus London, New York und Los Angeles rund um die Uhr sendet und unter Beteiligung des ehemaligen BBC Radio 1-DJs Zane Lowe produziert wird. Gefunden wird das Radio unter dem neuen Menüpunkt „Radio“ in der App. Darüber hinaus gibt es weitere „automatisierte“ Apple Music Radiosender.

Mit „Connect“ wagt Apple sich nach „Ping“ erneut in „Social Media“-Fahrwasser. Künstler, alle Künstler, sollen die Möglichkeiten erhalten, mit ihren Fans in Verbindung zu treten. Wie in anderen sozialen Netzwerken auch können Künstler „Connect“ eigene Texte, Bilder und Videos veröffentlichen und mit ihren Fans teilen. Schon heute kann man mit „Connect“ starten.
Schön anzusehen ist übrigens der kurze Clip mit FKA-Twigs bei Apple zu „Connect“.

Mit der kostenpflichtigen „Mitgliedschaft“ hat man vollen Zugriff auf das neue „Apple Music“. Wer nicht zahlt, muss vor allem auf den vollen Zugriff auf die volle Apple Music Bibliothek mit über 30 Millionen Songs samt Offline-Wiedergabe verzichten. Die kostenpflichtige Mitgliedschaft ist also der Musikstreaming-Dienst von Apple. Ein werbefinanziertes und kostenloses Musik-Streaming Angebot gibt es nicht. Neben den Songs lassen sich sich darüber hinaus zehntausende werbefreie Musikvideos in HD-Qualität abrufen. Aber auch das Abspielen und Laden von Connect Inhalten ist nur mit Mitgliedschaft Möglich. Android Nutzer können „Apple Music“ nur in der kostenpflichtigen Variante nutzen.

Android Nutzer werden aber auf die Siri Integration verzichten müssen. Apples sprachgesteuerte Assistenzfunktion versteht mit der neuen Musik-App jetzt auch Befehle wie: „Spiel ,Born to run'“, „Spiel den Top-Titel vom März 1968“, „Spiel die Alternative-Top10.“

Zur technischen Qualität des Streaming-Angebots wurden von Apple keine Angaben gemacht. Ebenso fehlt die Info, ob „Apple Music“ zum Start in Multiroom-Systeme wie das von Sonos integriert ist.

Der Preis für die Familienmitgliedschaft macht den Unterschied

„Apple Musik“ startet am 30. Juni in 100 Ländern und ist für jeden Nutzer die ersten 3 Monate kostenlos. Das Abo von Apple Music kostet in der Einzelmitgliedschaft 9,99 USD (hierzulande dann bestimmt 9,99 €) pro Monat und 14,99 USD (in Deutschland entsprechend 14,99 €) in der Familienmitgliedschaft. Bis zu sechs Personen können von ihren Geräten aus dann unbegrenzt auf „Apple Music“ zugreifen. Zum Vergleich: Bei Spotify würde eine 6-köpfige Familie 35 € im Monat zahlen müssen. 

Die Familienmitgliedschaft ist auch das attraktivste Merkmal von Apples neuem Angebot und ich bin gespannt ob und wie die Konkurrenz darauf reagieren wird, denn von 800 Millionen iTunes-Konten werden sicherlich einige nur allein aufgrund des Preismodells auf „Apple Music“ umsteigen. „Apple Music“ dürfte dem Thema Musikstreaming einen gewaltigen Schub geben und die Konkurrenz muss sich warm anziehen. Ein Revolution ist „Apple“Music“ hingegen jedoch nicht.

PS: Heimlicher Gewinner der Show war übrigens Jamie xx, dessen buntes „In Colour“ Albumcover ständig in der Präsentation auftauchte.

Clip „Apple Music – Music needed a home . . . so we built it one.“

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Clip „Apple Music – History of Sound“

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Bild: Screenshots Apple Music

Marchttps://www.testspiel.de
Marc hat Testspiel.de ins Leben gerufen und teilt hier seit 2005 seine Leidenschaft für Musik und das Internet.

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