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TV-Tipp: Das Erste zeigt die spannende Miniserie “Das Verschwinden” (Werbung)

Janine Grabowski (Elisa Schlott) in “Das Verschwinden” (alle Fotos: © ARD Degeto/23/5 Filmproduktion/Yoshi Heimrath (Repros) + Gerald von Foris)

Bevor ich auf die Miniserie “Das Verschwinden” eingehe, muss ich kurz eine Geschichte erzählen. Ich hatte in diesem Jahr Abitreffen. Dort habe ich einer ehemaligen Klassenkameradin erzählt, wie anstrengend meine kleinen Kinder doch manchmal sein können. Ihre Kinder sind schon wesentlich älter und sie meinte nur, dass Kinder generell und ein Leben lang eine Herausforderung sind. Die Herausforderungen ändern sich nur. Womit sie natürlich generell recht hat. Und so erzählte Sie mir, dass z.B. in ihrer Gegend neulich auf einer Party von Jugendlichen jede Menge der chemischen und gefährlichen Modedroge Crystal Meth gefunden wurde. Sie wohnt auf dem Land in Oberfranken nahe der Grenze zu Tschechien. Und dort könnte auch die Serie “Das Verschwinden” spielen.

“Das Verschwinden” vom renommierten Regisseur Hans-Christian Schmid („Nach fünf im Urwald“, „23“, „Crazy“, „Requiem“) spielt in der fiktiven Klein- und Grenzstadt Forstenau und erzählt die Geschichte der Suche einer Mutter nach ihrer vermissten Tochter. Die 20-jährige Janine Grabowski (Elisa Schlott) ist nach einer langen Disconacht mit ihren Meth-Abhängigen Freundinnen plötzlich spurlos verschwunden. Auch ihre Freundinnen Manu (Johanna Ingelfinger) und Laura (Saskia Rosendahl) wissen nicht, wohin. Als Janines Auto am Morgen kurz vor der tschechischen Grenze auf einem Acker gefunden wird und darin ein Tütchen Crystal Meth, ist Mutter Michelle alarmiert und macht sich auf die Suche nach ihrer Tochter. Je länger Michelle forscht, desto schmerzlicher wird ihr bewusst, wie wenig sie über ihre Tochter weiß. Aber auch die Eltern der anderen Mädchen haben den Zugang zu ihren Kindern verloren. Was wissen ihre Freundinnen über ihr Verschwinden? Ist Janine etwas zugestoßen oder ist sie mit dem viertel Kilo Meth, das den drei Mädchen Dealer Tarik (Mehmet Atesçi) besorgt hat, abgehauen?

Ich konnte vorab bereits die erste Folge von insgesamt 4 x 90 Minuten “Das Verschwinden” sehen und eins ist klar: “Das Verschwinden” ist ein TV-Highlight aber keine leichte Kost. Spannend und mit konstantem Tempo (nicht zu schnell aber auch nicht zu langsam) zerbröselt die bayrische Kleinstadtidylle aller Beteiligten zunehmend und deprimierend vor den Augen des Zuschauers. Abgerundet wird das gute Schauspiel des hochkarätigen Casts und der zurückhaltenden Kameraführung durch die intensive Musik von The Notwist (hört man auch im Trailer).

Die Miniserie ist eine Empfehlung für Serien- und Krimifans abseits des hierzulande sonst üblichen Quoten-Fernsehens. Mehr davon bitte.

TV-Sendetermine + online first

Die ARD zeigt “Das Verschwinden” am 22. / 29. / 30. und 31. Oktober jeweils um 21:45 Uhr im Ersten. 48 Stunden vor Ausstrahlung im TV wird jede Folge bereits in der ARD Mediathek zu sehen sein. Alle Infos zu “Das Verschwinden” wie z.B. ein Interview mit den Machern findet ihr hier.

Trailer: Das Verschwinden




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