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Top Five Videos – Die besten Videos der Woche

Video-Testspiel-Oneohtrix-Point-Never-Sticky-Drama

Ich war mir ja ziemlich sicher, dass das neue Sia Video ungesichtet einen sicheren Platz in unserer Top 5 innehat. Doch Pustekuchen: „Alive“ ähnelt nur oberflächlich betrachtet den großen Clips, die sie gemeinsam mit Maddie Ziegler produziert hat. Auch hier gibt es zwar ein Kind, auch hier ist alles irgendwie ätherisch, doch statt krasser Tanzmoves gibt es eben … Karate. Nein, es ist viel langweiliger, als es sich anhört. Wirklich, wirklich langweilig. Und plötzlich ist auch der Song dazu nur noch lahmer Pop. Dann doch lieber sowas:

5. Run The Jewels – All Meow Life (Regie: Jason Goldwatch)

Immer wenn man meint, der Witz um das Katzenremixalbum zu „RTJ2“ wäre auserzählt, kommen Run The Jewels mit einer frischen Pointe um die Ecke. „All Meow Life“ funktioniert nun weniger als großer Twist, sondern eher als gut editierte Kollektion von Internetkatzenvideos. Ähnlich gelagert wie das Video zu „Leider geil“ von Deichkind, zum Glück auch ähnlich unterhaltsam.

4. The Spool School – I Want To Kiss You (Regie: unbekannt)

Junge Menschen bewerfen sich mit einer bunten, nicht näher definierten Masse. Mehr gibt es über das Video zu „I Want To Kiss You“ eigentlich nicht zu sagen, aber Herrgott: Es ist einfach Indiepop! Und diesem bunten Treiben zuzuschauen macht halt einfach Spaß.

3. Boy – We Were Here (Regie: Bode)

Eigentlich haben Boy ja schon ein Video zu „We Were Here“ veröffentlicht. Weil jetzt aber die Herbsttour ansteht, packt das Duo den Titeltrack zum aktuellen Album nochmal aus und zaubert dazu romantisch-sehnsüchtige Bilder frisch aus der Normandie auf den Bildschirm. Das begeistert uns natürlich schon ein bisserl mehr als die schnöden Lyrics aus Clip eins und landet daher auf dem dritten Platz.

2. Get Well Soon – It’s Love (Regie: Philipp Käßbohrer)

Reden wir nicht lange um den heißen Breiherum: Diese Woche hätte es locker mal wieder zwei erste Plätze geben können. Den Kürzeren gezogen hat die gradlinige Geschichte, die Philipp Käßbohrer im Auftrag von Get Well Soon rund um einen von Udo Kier gespielten Mann aufbaut, der ein Gericht zubereitet. So weit, so nett anzusehen, so unspektakulär. Aber Leute: Es ist Udo Kier. Seine Charaktere haben doch immer eine Leiche im Keller. Oder eben eine Frau. Zu überzeugen weiß darüber hinaus auch das augenzwinkernde Gropper Cameo am Ende des Clips.

1. Oneohtrix Point Never – Sticky Drama (Regie: Jon Rafman und Daniel Lopatin)

Ihr erinnert euch an diese undefinierbare Masse aus dem „I Want To Kiss You Video“? Gut. Stellt euch vor, statt in einem Lo-Fi-Video zu einem Indie-Pop-Song herumgeworfen zu werden, würde dieser Glibber bedrohlich aus Wänden und Gegenständen triefen. Drumherum bewegen sich junge Menschen, gekleidet irgendwo zwischen LARP, Cyberpunk und Kunstprojekt, anscheinend geht es um zwei rivalisierende Banden. Die Optik ist schon irgendwie Lo-Fi, arbeitet mit Elementen aus Adventure-Spielen, wirkt dabei aber gleichzeitig vollkommen durchdacht. Dazu kommt, dass Musik und Video gegeneinander zu arbeiten scheinen. Das hier ist kein nettes Untermalen, das ist ein gegenseitiges Attackieren. Die Musik von Oneohtrix Point Never windet sich, das Video antwortet mit Strobos, Überblenden, bis man gar nix mehr versteht. Und mittendrin ganz viel ekliger Glibber. Achja, kurze Info am Rande: Wir sind nicht zu doof, das Video richtig einzubetten. Warp hat die Einstellungen bei Vimeo so gedeichselt, dass man den Clip nicht einbetten kann. Daher bitte einmal dem Aufruf folgen und direkt beim Videoportal ansehen; es lohnt sich!