Start Musik Tims musikalischer Wochenrückblick KW47

Tims musikalischer Wochenrückblick KW47

Während heute im Konsumtag – äh ich meine Black Friday – die Kreditkarten glühen, halte ich es mal schmal und gebe nur meine (ungefragte) Meinung zu Songs, die mir diese Woche aufgefallen sind. Egal ob klanglich oder aufgrund ihres Videos.

Hobo Johnson hat ein interessantes Video zum älteren Song „Sex in the City“ veröffentlicht. Passend zum Titel geht’s darin heiß her – und Johnson ist auch dabei. Nebenbei ist das Lied natürlich auch sehr gut – man gucke hier:

Zu gucken gibt es momentan auch etwas in den Metropolen der Welt. Der fantastische Earl Sweatshirt meldete sich letzte Woche schon mit „Nowhere2go“ aus der Versenkung zurück. Nun kündigte er mit „Plakatierung“ überall auf der Welt sein Album „Some Rap Songs“ für den 30. November an – also ja, nächste Woche! Als sei das nicht geil genug gab’s außerdem „The Mint“ auf die Ohren. Das Ding ist so unglaublich klaustrophobisch, kaputt und dennoch so genial – einfach ein Monster!

Kaputt klingen auch Palberta. Meistens jedenfalls. Dazu kommt ein verstörender Live-Auftritt. Wie das bei dem Indie-Noise-Trio aussieht und klingt gabs diese Woche bei Audiotree zu bestaunen.

Wer seinen Indie hingegen eher rockig bis poppig mag, ist diese Woche mit Oxens neuem Album „Postpone and Forget“ sehr gut beraten. Das schwedische Duo erinnert immer wieder an Two Door Cinema Club oder Vampire Weekend, gibt dem Sound aber einen eigenen Twist. „Postpone“ und „Limbo“ zeigen schön die Varianz im Klang der Band auf.

Varianz und vor allem nach langem mal wieder Qualität bewies A$AP Rocky mit „Sundress“. Das Tame Impala Sample kommt gut. Ich sag nicht, dass der Song ein Meisterwerk ist, Funk hat das Ding auf jeden Fall. Ich denke nicht zuletzt dank Danger Mouse, der seine Finger in der Produktion hatte. Ein viel zu später Sommerhit. Naja – vielleicht nächstes Jahr!

Sehr viel weniger beeindruckt war ich von der neuen Thy Art is Murder Single „Death Perception“. Klar der Song hat erwartungsgemäß Bums – aber reicht Bums? Die Songstruktur ist wenig originell – ich hoffe man hobelt da für ein nächstes Album nochmal nach.

Besser schaut’s da schon bei Mono aus. Die Japaner liefern wieder Post-Rock, nein eigentlich schon eher Post-Metal nach Maß ab. Ich frag mich immer wieder, wieso gerade die Japaner den Schwermut so authentisch in Musik konvertieren können. Envy genauso. „Breathe“ ist auf jeden Fall wieder düster, wie ne Mondfinsternis.

Interessant fand ich außerdem Alphavilles Beitrag zur kommenden Weihnachtssongs-Saison mit Namen „Love Will Find a Way“ – dennoch bleibt man Song der Woche der etwas unterschätzte, dafür nicht minder geniale Klassiker „Sounds Like a Melody“ – schönes letztes Dezember Wochenende!