Start Musik Tims musikalischer Wochenrückblick KW08

Tims musikalischer Wochenrückblick KW08

Man wird ja wohl noch mal lachen dürfen!

Huiuiui, da war ja wieder was los! Wie zum Beispiel bei bei Thrice  auf ihrem Instagram-Account! Eine Story aus dem Studio hier, ein Foto da. Den finalen Startschuss für den Nachfolger ihres letzten Albums „To Be Everywhere Is Not To Be Nowhere“ gab jetzt allerdings scheinbar Dustin Kensrue auf Twitter. Der Sänger erlegte sich selbst eine Pause auf, um sich voll dem Schreib- und Aufnahme-Prozess neuen Materials widmen zu können. Das klingt zumindest schon mal nach einem größeren Zugeständnis, als viele Musikerkollegen an den Tag legen.

Zugeständnisse gab“™s auch von Robb Flynn. Zumindest seiner Lunge gegenüber. Machine Heads Frontmann hat sich eine fiese Lungeninfektion zugezogen und musste somit einige Konzerte absagen. Ich wünsche gute Besserung, damit die Gigs hier in Deutschland im April nicht auch flach fallen. Mit ihrem aktuellen Album „Catharsis“ brachten die Groove-Metaller zuletzt den totgeglaubten Nu-Metal-Sound der 2000er für mich zurück. Ach Du süße Nostalgie!

Wenig süß, dafür aber umso klanggewaltiger melden sich Oregon Trail zurück. Die neue Single „Safety of the Storm“ aus ihrem kürzlich erschienen Album „H/aven“ kommt mitsamt Video daher und bietet Schwarz-Weiss-Distress in Bild und Ton. Es muss halt nicht immer alles Sommer, Sonne, Sonnenschein sein!

Außer vielleicht in Eels„™ neuem Musikvideo zum Song „Today Is The Day“. Na gut, so ein Spaziergang in der Sonne belebt ja auch Körper und Geist – und wenn einem dann auch noch die frohe Kunde vorgesungen wird, dass heute doch der Tag aller Tage sei, kann man beinahe nicht anders als freudig mit zu summen. Ich bin jedenfalls auf das neue Album „The Deconstruction“ gespannt. Bis zum 06. April sind es allerdings noch ein paar Mal schlafen.

Ein paar Mal mehr geschlafen werden muss wohl für neuen Output von Biffy Clyro. Dass die Schotten im Studio sind, hatte Frontmann-Zottel Simon Neil schon vor ein paar Wochen angekündigt. Nun gab es ein kleines Update, auf dem der Drummer der Truppe bei der Arbeit zu sehen ist. Wünschenswert wäre natürlich, dass der Nachfolger von „Ellipsis“ weniger weichgespült daher kommt und das Trio wieder zu alter Hochform aufläuft. Die Chancen darauf stehen meiner Meinung nach eher schlecht. #WennDasGeldRuft

View this post on Instagram

Drumming. X

A post shared by Biffy Clyro (@biffy_clyro) on

Ein Trio, dass sich noch nicht verkauft hat sind die Screaming Females. „I“™ll Make You Sorry“ nennt sich deren neue Song. Auf etwas über vier Minuten werden schrammelige Riffs und Soli, ein energetisches Schlagzeug und ein übersteuerter Bass geboten. Alles abgerundet mit dem wunderbaren, stellenweise schon fast jodelnden, Gesang der Fronterin Marissa Paternoster. Mehr gibt’s auf dem heute erschienenen Album „All at Once“. Der Mensch braucht ja auch mal Konstanten.

Konstant gut kündigt sich weiterhin die neue Hop Along Scheibe „Bark Your Head Off, Dog“ an. In der neuen Single „Not Able“ gab’s, schon fast an ein Theaterstück erinnernde, Gesangseinlage von Sängerin Frances Quinlan. Diese wird gegen Ende des Tracks dann noch durch mehrstimmigen Gesang unterstützt. Alles sehr stimmig, alles sehr angenehm. Das neue Album kommt am 06. April.

Ein angenehmes Gefühl ist etwas, was man mit Attilas „Callout 2“ nicht wirklich in Verbindung bringt. Nicht etwa, weil schwerwiegende Missstände unserer Gesellschaft in Frage gestellt und intelligent behandelt werden, sondern eher aus Fremdscham. So wird hier auf billigen Core-Riffs alles mit Fuck betitelt ohne irgendwelchen Kontext zu bieten. Wie pubertierende Teenager es in einem Moment des kompletten Testosteron-Überschusses wohl tun. Schade nur, dass Frontmann Chris – Fronzilla – Fronzak mittlerweile nun auch schon 29 Lenze zählt. Unangenehm.

Keineswegs alt, sondern eher zeitlos kommen die Beats der Dramadigs von ihrem 2014 erschienen Feature-Album „Bei aller Liebe“ daher. Ein Grund mehr die Musik nun noch mal ohne Rap-Spuren zu veröffentlichen. Anlage anschmeißen und beim Wochenende auf die Starttaste drücken:

Etwas ungewohnt scheinen die Riegen, in die sich Metallica am 14. Juni einreihen werden. Dann bekommen die alten Männer nämlich den Polar Music Prize verliehen. Bekommen haben den bisher unter anderem Paul McCartney, Björk, Elton John usw. also nicht unbedingt Namen aus dem Metal-Genre. Vielleicht hören Metallica dann ja auch endlich mal auf Bühnen „unsicher“ zu machen und lassen mal gut sein. Hat er nicht gesagt – doch hat er. Er wird doch jetzt nicht die Rubrik hier lars-ul-ri-chen (bedeutet laut Ferdl“™s Metal Wörterbuch so viel wie, gewaltig die Klappe aufzureißen ohne viel dahinter zu haben). Naja, hier zur Beruhigung 10 Songs im Stile von Metallica.

Zum Abschluss noch eine frohe Botschaft an alle Vinyl- und Hip-Hop-Freunde da draußen: The Streets haben angekündigt, dass ihre beiden ersten Alben am 30.03. als Doppel-LP erscheinen sollen. Also kein Grund mehr den Erstauflagen nachzutrauern.