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Musikvideo der Woche #42: Pussy Riot – Straight Outta Vagina

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In einem Artikel namens „Why Music Videos Are Still So Important“ stellt Sarah Boardman fest, dass Musikvideos eigentlich so wichtig sind, wie nie zuvor. Das größte Problem seit dem Rückzug von MTV ist allerdings, dass der Markt „unter-kuratiert und über-sättigt“ ist. Damit meint sie, dass es zu viele Musikvideos gibt und dadurch die richtig guten häufig übersehen werden. Damit das unseren lieben Lesern nicht passiert, wählen wir an dieser Stelle das beste Musikvideo aus. Und zwar wöchentlich.

Pussy Riot feat. Desi Mo & Leikeli47 – Straight Outta Vagina
(Regie: Phillip R. Lopez)

Pussy Riot lassen sich nicht brechen. Weder von Drohungen, noch von Gefängnisstrafen. Sie sind Kämpferinnen, die wissen wie sie sich in Szene setzen müssen, um möglichst große Aufmerksamkeit zu erregen. Und weil Aufmerksamkeit schlichtweg die Währung der Jetztzeit ist, haben die Aktionen der Russinnen Gewicht und sind in Verbindung mit ihrer politischen Integrität ein mächtiges Vehikel in der aktuellen Popkultur.

Ihr neuestes Werk „Straight Outta Vagina“ setzt sich gegen die hervorragenden Videos von Jennifer Rostock und The Avalanches durch und soll, nach Angaben der Frontfrau
Nadya Tolokonnikova, als Antwort auf die frauenfeindliche Bewegung rund um die Persona Donald Trump gewertet werden. Dem Guardian sagt sie: „(…) Ich glaube die Idee einer machtvollen, weiblichen Sexualität ist größer als jeder größenwahnsinnige Populist… Die Vagina ist größer als Trump.“

Diesem Statement schließen wir uns an und krönen „Straight Outta Vagina“ zum Musikvideo der Woche. Zum einen wegen der tollen Choreografien und zum anderen wegen der Zeile:
„Don“™t play stupid. Don“™t play dumb. Vagina“™s where you“™re really from!“

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Jonathan
Geboren 1988 in Ulm, lebt und arbeitet Jonathan Tyrannosaurus Kunz in Saarbrücken und leitet Kurse an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. Er mag traurige Musik aus den Neunzigern und ist der beste Tischtennisspieler, den er kennt.

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