Start Happy Release Day Happy Release Day KW28: Max Richard Leßmann, Childhood, Daphni, Itchy

Happy Release Day KW28: Max Richard Leßmann, Childhood, Daphni, Itchy

Hier kommen unsere wöchentlichen Kurzreviews zu den aktuellen Albumveröffentlichungen.

Max Richard Leßmann – Liebe In Zeiten Der Follower

Nach zwei Alben mit seiner Band Vierkanttretlager veröffentlicht Max Richard Leßmann sein erstes Soloalbum. Statt zackigem Indie-Rock gibt es auf „Liebe In Zeiten Der Follower“ romantische Chansons zwischen Swing, Jazz und Big Band Musik, die der Husumer mit Unterstützung von Sebastian Madsen eingespielt hat. Klingt gruselig? Ist es nicht. Leßmann beweist sich als starker Texter, dem es gelingt diese eher nostalgische Musik in die heutige Zeit zu holen. Hut ab. (Malte)

Childhood – Universal High

Childhood schmeißen den Shoegaze-infizierten Indie-Rock Sound ihres Debütalbums „Lacuna“ über Bord und liefern mit ihrem neuen Album „Universal High“ ein sommerliches Soul-Album ab, das gekonnt große Soul-Helden wie die Isley Brothers, Curtis Mayfield óder Shuggie Otis referenziert. Mit „Californian Light“ haben die Briten zudem einen der schönsten Sommer-Tunes des Jahres mit im Gepäck. Gutes Futter gegen sommerliches Schietwetter. (Malte)

Itchy – All We Know

Wer das Vergnügen hatte, seine musikalische Sozialisation in den 00er Jahren zu erleben, der kam kaum an Itchy Poopzkidz‘ niedrigstschwelligem Pop-Punk vorbei. So schnell, wie am Genre interessierte Mitschüler an der Band hängen blieben, so schnell sahen sie sich in der Regel jedoch auch nach zumindest vordergründig erwachseneren Alternativen um. Erstaunlich lange spielte das Trio bei dieser adoleszenten Subkultursuche mit, bis sie Anfang des Jahres endlich das leidige „Poopzkid“ und mit ihm die vollkommen belanglosen Ideen abwarfen. „All We Know“ ist nun der Versuch einer musikalischen Neuverortung, probiert sich an komplexeren Strukturen und schaut genau hin, wie etwa Billy Talent oder die Donots das mit dem Erwachsenwerden geregelt haben. Bisweilen klingt das noch ein bisschen flach, immerhin jedoch durchweg schlüssig und in einzelnen Momenten („Fall Apart“, „The Last Of Us“) durchaus angenehm infektiös.

Daphni – Fabriclive 93

Unter seinem Alter Ego Daphni macht Dan Snaith, besser bekannt als Caribou, bereits seit einigen Jahren sehr cluborientierte Musik. Dabei produziert der Kanadier vor allem rhythmische Tracks und Edits aus Loops von obskuren Samples unterlegt mit tanzbaren Beats für den Dancefloor und bedient sich dabei gleichermaßen an House, Disco, Funk und Techno. Für die Fabriclive Mix-Serie hat Snaith nun 27 dieser Tracks für einen treibenden 73-minütigen Mix zusammengestellt, der bis auf einen kurzen Breakdown amtlich nach vorne geht. Ihr wollt tanzen? Bitteschön. (Malte)

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