
In den vergangenen drei Jahren hat sich Jalen Ngonda vom gefeierten Geheimtipp zum internationalen Soul-Hoffnungsträger entwickelt. Jetzt meldet sich der in Maryland geborene Sänger mit seinem zweiten Album „Doctrine Of Love“ zurück, das am 5. Juni über Daptone Records erscheint. Mit dem titelgebenden Track legt er gleichzeitig eine erste Single vor, die unmissverständlich klarmacht, wohin die Reise geht: auf den Dancefloor – und tief ins Herz des klassischen Soul.
Der Song „Doctrine Of Love“ ist ein mitreißendes Statement. Getragen von einem treibenden Rhythmus, Call-and-Response-Backing-Vocals und einem gospelgetränkten Crescendo entwickelt sich der Track zu einem euphorischen Soul-Feuerwerk. Ngonda selbst nimmt die Entstehung mit Humor: Inspiriert von viel James Brown, sei der Song eher zufällig entstanden – und der Titel vielleicht ein freudscher Versprecher zwischen „Doctrine“ und „Doctorate“. „I just write the song. The listener can interpret it however they want“, sagt er. Diese Mischung aus Ehrfurcht vor der Tradition und spielerischer Nonchalance prägt sein gesamtes künstlerisches Selbstverständnis.
Ngonda ist ein erklärter Traditionalist mit modernem Geist. Als leidenschaftlicher Vinyl-Sammler, geprägt von einer Sammlung aus Stax- und Motown-Singles, hört er nach eigenen Angaben fast ausschließlich Musik aus den 50er- und 60er-Jahren. Auf der Bühne – geschniegelt im Anzug, mit lässiger Eleganz – wirkt er wie ein Zeitreisender aus der Goldenen Ära des Soul, irgendwo zwischen Marvin Gaye und einem heutigen Indie-Charmeur mit Discogs-Account.
Janen Ngonda – Doctrine of Love (Audio)
Bereits sein Debütalbum „Come Around And Love Me“ (2023) bescherte ihm über 348 Millionen Streams und katapultierte ihn von Clubshows in London bis auf große Festivalbühnen. Während sich das Debüt stark am frühen 70s-Soul à la Marvin Gaye oder Curtis Mayfield orientierte, verortet sich Doctrine Of Love klanglich stärker im Jahr 1968 – mit Anleihen bei New-Orleans-R&B der 50er, Girl-Group-Melodramatik, Folk-Rock-Schimmern und der rauen Direktheit von Chicago- und Detroit-Soul.
Seine musikalische Reise begann früh: Mit elf Jahren hörte Ngonda erstmals The Temptations im Radio – ein Schlüsselmoment. Er brachte sich selbst Instrumente bei, spielte Schlagzeug in der Kirche und studierte später am Liverpool Institute for Performing Arts. Nach Jahren als Straßenmusiker in London unterschrieb er 2022 bei Daptone Records – dem Zuhause von Acts wie Thee Sacred Souls oder Lee Fields – und startete von dort seinen rasanten Aufstieg.
Von intimen Shows im Moth Club bis zu ausverkauften Hallen wie dem Hammersmith Apollo, von Festival-Slots bis zu Headliner-Auftritten bei Glastonbury: Ngonda hat bewiesen, dass authentischer Soul auch 2026 nichts von seiner Strahlkraft verloren hat. Kollaborationen mit Gorillaz und Jordan Rakei unterstreichen seine Vielseitigkeit.
Doctrine Of Love versteht Ngonda dabei nicht nur als Albumtitel, sondern als Haltung: Mitgefühl als oberstes Prinzip, Liebe als Maßstab menschlichen Handelns. Jeder Drum-Break, jede Streicherlinie und jeder Falsett-Moment wirkt durchdrungen von Geschichte – und zugleich lebendig im Hier und Jetzt. Es ist der Sound eines Künstlers, der die Vergangenheit studiert, ohne in Nostalgie stecken zu bleiben.
Jalen Ngonda Live 2026
2026 geht Ngonda mit dem neuen Material auf ausgedehnte Tour durch Australien, Großbritannien und Europa. Der Vorverkauf startet im März.
5.10.2026 — Köln — Carlswerk Victoria
11.10.2026 — München — Muffathalle
14.10.2026 — Berlin — Huxleys
15.10.2026 — Hamburg — Grosse Freiheit 36
Mit „Doctrine Of Love“ liefert Jalen Ngonda den Beweis, dass große Soul-Gefühle zeitlos sind – und 2026 vielleicht dringender denn je gebraucht werden.
Album Artwork + Tracklist

Tracklist „Doctrine Of Love“:
Anyone In Love
Doctrine Of Love
Mr. Train Conductor
Burning Temptation
Love Is Gone
I Can’t Ever Leave You
Hannah, What’s the Matter?
Good Good Love
Hang It On The Shelf
Taken Out Of The Picture