Screenshot Twitter / Postillon / Pegida

Eigentlich sollte man meinen, dass auf das Satire-Magazin Der Postillon niemand mehr hereinfällt, aber Pustekuchen, die falsche Demo-Absage sorgte für reichlich Verwirrung unter den Anhängern.

Mit diesem gefaktem Facebook-Post und dem dazugehörigen Beitrag hat der Postillon die Pegida-Anhänger verwirrt:

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Verlinkt war die Absage mit dem Fake-Profil des angeblichen Mitorganisators Lars Kressmann. Am Endes sah sich Pegida genötigt, die Absage auf Facebook zu dementieren.

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(Screenshot via Schlecky, das Dementi wurde inzwischen gelöscht)

Aber Der Postillon demntierte wieder mit Lars Kressmann das Dementi: “Liebe Freunde, ich weiß nicht, wer diesen Lügen-Post auf der PEGIDA-Homepage geschrieben hat, das die Veranstaltung doch stattfindet (…) Aber das stimmt nicht. Ich hab die Demo abgemeldet (…).” Außerdem warnt Kressmann: “WENN IHR TROTZDEM AUFMASCHIERT DANN GIBT’S NE MASSENVERHAFTUNG.”

Damit jedoch nicht genug: Das Magazin verkündet außerdem,

das Profil von Kressmann sei im Anschluss gelöscht und “wieder ein kritischer Geist zum Schweigen gebracht” worden – woraufhin prompt die Facebookseite “Solidarität mit Lars Kressmann” ins Leben gerufen, der “von der Lügenpresse zensiert und mundtot gemacht wurde.”

(via Meedia)

Und on top of it veröffentlicht das Satire-Magazin noch einen gefakten Spiegel-Online-Artikel über die Demo-Absage.

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Diese zog ein Dementi von Spiegel Online nach sich, denn die SpOn-Redaktion hat nie eine solche Meldung produziert.

Wir ziehen unseren Hut vor diesem Streich.

Update: Diesen Beitrag von SpOn zur gefälschten SpOn-Meldung sollte man auch gelesen haben: „Gefälschte SPIEGEL-ONLINE-Meldung: Spielt nicht mit der „Lügenpresse““

Auszug:

SPIEGEL ONLINE hat die Falschmeldung von der abgesagten Demo umgehend dementiert. Dafür haben wir uns im Netz als „Spielverderber“ und „Idioten“ beschimpfen lassen. Selbst derjenige, der die Falschmeldung nach eigener Aussage erstellt hat, schreibt uns: „Mit der Auflösung hättet Ihr ruhig noch etwas warten können.“ Dabei sollte jedem klar sein, dass wir eine falsche Meldung sofort öffentlich richtig stellen müssen. Und warum wir das tun: Unsere Aufgabe ist es, Fakten zu verbreiten und zu erklären.