In einem sehr interessanten Artikel namens „Why Music Videos Are Still So Important“ stellt Sarah Boardman fest, dass Musikvideos eigentlich so wichtig sind, wie nie zuvor. Das größte Problem seit dem Rückzug von MTV ist allerdings, dass der Markt „unter-kuratiert und über-sättigt“ ist. Damit meint sie, dass es zu viele Musikvideos gibt und dadurch die richtig guten häufig übersehen werden. Damit das unseren lieben Lesern nicht passiert, wählen wir an dieser Stelle das beste Musikvideo aus. Und zwar wöchentlich.

Mastodon – Show Yourself (Regie: Robert Schober)

Humor ist nicht selten ein Indikator dafür, dass es Bands nicht richtig drauf haben und folglich irgendwas kaschieren müssen. Eine erfrischende Ausnahme dieser Regel sind Mastodon: Nicht nur liefert das Quartett aus Atlanta seit Jahren qualitativ hochwertige Platten ab, regelmäßig gelingt es ihnen auch, ihren meist gar nicht so spaßigen Singles mit den passenden Bildern eine neue Note zu verpassen. Selten trieben sie die Absurdität dabei so sehr auf die Spitze wie im Falle des Clips zum hittigen „Show Yourself“.

Ein den Anforderungen seines Jobs langsam nicht mehr gewachsener, alternder Tod erhält dort den Auftrag, Mastodon zu töten und damit endgültig den Niedergang der Rockmusik zu besiegeln. Dass dabei einiges schief geht, ist nicht mal das Beste an diesem Clip, der sich mit einem Hauch von „The Office“ durch trashige TV-Settings bewegt und dabei vor allem mit gekonnten Slapstick-Einlagen und einem Gefühl für Timing punktet.