Wir hüpfen von Festival zu Festival. Entsprechend bleibt etwas weniger Zeit die wöchentlichen Neuveröffentlichungen zeitnah durchzuhören. Ein paar Empfehlungen in Form von Kurzreviews haben wir dennoch für euch parat.

Girl Ray- Earl Grey

Gerade mal volljährig sind die Mädels des Londoner Indie-Pop-Trios Girl Ray, das nun sein Debütalbum vorlegt. “Earl Grey” überzeugt durch ausgereiftes Songwriting und klingt musikalisch sehr facettenreich. Lo-Fi-Folk trifft auf Brit-Pop und 70ies Soft-Rock sowie eine angenehme Portion Melancholie. Lyrisch geht es um klassische Teenie-Themen wie Liebeskummer und Beziehungen ohne dabei cheesy zu klingen. Sehr gelungener Erstling.

Downtown Boys – The Cost of Living

Die Downtown Boys um Frontfrau Victoria Ruiz veröffentlichen ihr drittes Studioalbum beim renommierten Label Sub Pop. Die Band aus Rhode Island positioniert sich stark politisch und hat ernste Themen auf der Agenda: Homophobie, Sexismus, Rassismus und natürlich die menschenverachtende Einwanderungspolitik des US-Präsidenten Donald Trump (“A wall is just a wall, and nothing more at all”). Ihre Aussagen untermauern Downtown Boys mit wütendem Punkrock, der Dank Saxofon und Synthesizer eine besondere Note bekommt.

Joel Jerome – Cosmic Bear Jamboree

Als Produzent und Toningenieur ist Joel Jerome eine feste Größe in der vitalen Indie-Garage-Punk Szene von Los Angeles rundum das Label Burger Records und Acts wie Cherry Glazerr, Froth, L.A. Witch, La Sera und Peach Kelli Pop. Mit “Cosmic Bear Jamboree” veröffentlicht JJ nun erneut eigenes Album mit angenehm verstrahlten Dream-Pop-Songs samt feinen Prise Psych, Folk und und jeder Menge Slacker-Gitarren, denen die kalifornische Sonne förmlich anzuhören ist.