Start Musik 20 Jahre „Homogenic“ (Podcast)

20 Jahre „Homogenic“ (Podcast)

Als Björk zu Beginn der Woche das Musikvideo zu „The Gate“, der ersten Single ihres kommenden Albums „Utopia“, veröffentlichte, zeigten die Reaktionen quer durch das Internet erneut, wie gut sich ihr avantgardistischer Ruf aus den 90ern gehalten hat. Verantwortlich sind dafür vermutlich auch gewisse Rahmenbedingungen, die sich seit dieser Zeit nicht geändert haben, etwa ihre Vorliebe für eigensinnige Visuals sowie die Bereitschaft, sich auf Trademarksounds anderer Produzenten einzulassen, sich an ihnen abzuarbeiten und sich damit auch ein Stück weit zu erneuern.

Ob „Homogenic“ den Grundstein zu dieser Methode legte, darüber lässt sich streiten – sicher gilt das Album jedoch bis heute auch als Meilenstein, weil sie sich hier sehr deutlich manifestiert: Björk wandte sich 1997 nicht nur von der Trip Hop Szene ab, mit der sie zwischenzeitlich unterzugehen drohte, sondern strebte einen klar ausformulierten, IDM-beeinflussten Sound an, für den sie mit Mark Bell gleich eine Ikone des Genres als maßgeblichen Co-Produzenten engagierte. Die Platte ist jedoch mehr als die Aneignung eines Stils, zugleich ist sie Annäherung an Björks Heimat Island, ein Flirt mit klassischer Musik und eine wahre Bildproduktionsmaschine.

So homogen und simpel das Album scheint, so kompliziert wird die Sache blickt man so genau hin wie Till und ich das getan haben. In unserem neusten Testspiel-Gastspiel sprechen wir jedoch nicht nur über die Konflikte, die das Album im Inneren prägen, sondern auch die Verbindungen, die sich zur umliegenden, sich gerade umwälzenden Popszene ergeben und die sich bis ins Jahr 2017 nachverfolgen lassen.

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