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JUKE-Playlist: „Riot Grrrlzz“

Riot_Grrrlzz
Bild: „Brighton Grrrl style“ by Feral78, CC BY 2.0

Insgesamt acht Playlists haben wir in den letzten Wochen veröffentlicht. Wir hatten eine, die sich mit Frühlingsgefühlen auseinander setzte, eine für die Nachteulen, eine für regnerische Zeiten und eine für alle, die sich nach Island sehnen. Eine Playlist beschäftigte sich mit Post-Musik, eine bot den Soundtrack für lange Autofahrten in die alte Heimat, während eine andere für Tage im Grünen bestimmt ist.

Heute behandeln wir das bislang schwierigste, aber auch spannendste Thema: Riot Grrrl.
Das ist ein etwas in Vergessenheit geratenes Musikgenre, das Anfang der 90er in der Punk- und Hardcore-Szene entstand. Es ging um eine weibliche Beteiligung einer überwiegend männlich geprägten Subkultur. Bands wie Le Tigre, Bikini Kill, Sleater-Kinney und Bratmobile hielten dagegen und gründeten mit Riot Grrrl einfach ihr eigenes Genre, das dem männlichen Pendant in nichts nach stand. Im Gegenteil: Da der Zusammenhalt größer war und man sich endlich einer gewissen Akzeptanz erfreute, war eine besonders lebendige Szene geboren.
Mit dem Rückgang der DIY Kultur und des Grunge verschwand gegen Ende des Jahrzehnts auch die Grrrl Szene allmählich und wich sowohl semantisch, als auch medial dem „Girlie“.

Doch es gibt auch heute feministische Tendenzen in der Musik, die mehr oder weniger das direkte Erbe der Riot Grrrl-Bewegung darstellen. The Coathangers, The Courtneys oder Courtney Love tragen den Gedanken und die musikalische Umsetzung in Punk-Tradition weiter.
Darüber hinaus scheint es aber wenig zu geben.

Wir haben nun eine Playlist namens Riot Grrrlzz erarbeitet, die über den Tellerrand der harten Gitarren hinaus blickt und zeigt, dass es eine Menge Potential auch in anderen Genres gibt. Es sind zwar mit Sicherheit ein paar Acts dabei, die dem Namen Riot Grrrl nicht gerecht werden, aber es geht um die Intention und Power, die von den einzelnen Songs ausgeht. Wir haben uns bemüht keine offensichtlichen Szenegrößen zu bringen, sondern das Hauptaugenmerk auf aktuelle Künstlerinnen zu legen, konnten aber nicht widerstehen und so ist „Hot Topic“ von Le Tigre vertreten.
Ihr könnt 30 Sekunden Snippets von den Songs direkt auf JUKE anhören. Wenn ihr die über zwei Stunden lange Compilation in vollem Umfang hören möchtet, braucht ihr aber einen Account. Den gibt es die ersten sieben Tage lang kostenlos. Nach der Testphase kostet der Service dann 9,99 € pro Monat und ihr habt unbegrenzten Zugriff auf über 30 Millionen Tracks.

Hier nun die Playlist „Riot Grrrlzz“:

1. Scream Club feat. Tender Forever & Squeeze Me I – Try To Smile (Le Matt Mix)
2. CSS – I’ve Seen You Drunk Gurl
3. MØ – Say You’ll Be There
4. Pink Dollaz – I’m Tasty
5. M.I.A. – Bad Girls
6. Uffie – Dismissed
7. Nite Jewels – It Goes Through Your Head
8. Róisín Murphy – Ramalama (Bang Bang)
9. Azealia Banks – 212
10. New Young Pony Club – Oh Cherie
11. ESG – Dance
12. Angel Haze – Werkin‘ Girls
13. Crime Mob feat. Miss Aisha – Stilettos
14. Cults – Abducted
15. DJ Blaqstarr feat. Rye Rye – Shake It To The Ground
16. Jacqeuline Taieb – 7 Heures Du Matin
17. Gavlyn feat. Reverie – Reach Ya
18. Ladytron – Seventeen
19. Make The Girl Dance – Baby
20. Robyn – Konichiwa Bitches
21. Iggy Azalea feat. Charli XCX – Fancy
22. Vive La Fete – Stupid Femme
23. Peaches – Relax
24. Dominique Young Unique – War Talk
25. Missy Elliott – Get Ur Freak On
26. Planningtorock – Let’s Talk About Gender Baby
27. Hercules And Love Affair feat. Kim Ann Foxman – I Can’t Wait
28. Go Chic – 24hr Party Pooper
29. Lady Sovereign – Love Me Or Hate Me
30. Cibo Matto – Beef Jerky
31. Santigold – L.E.S Artistes
32. THEESatisfaction – QueenS
33. Grimes – Oblivion
34. Le Tigre – Hot Topic
35. Best Coast – Crazy For You
36. Siouxsie and the Banshees – Christine

In Kooperation mit JUKE.