Wenn es einen Preis für kreativen Protest gibt, dann sollte in diesem Jahr das Zentrum für politische Schönheit (ZPS) als Preisträger mit in Betracht gezogen werden. Das ZPS hat eine Miniatur-Version des Holocaust Mahnmals auf dem Nachbargrundstück des Wohnhauses vom Bernd Höcke aufstellen lassen. Wie erinnern uns: Der AfD-Politiker hatte das Holocaust-Mahnmal in Berlin im Januar 2017 als “Denkmal der Schande” bezeichnet und „eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ gefordert. „Weil Höcke ein ’heimlicher Verehrer’ des Denkmals ist, bauen wir es ihm jetzt direkt vors Haus“, erklärten die Aktionskünstler im Video.

Für das Aktion hat sich das Kunstkollektiv bereits vor 10 Monaten (!) neben dem thüringischen AfD-Fraktionsvorsitzenden eingemietet.

Das Holocaust-Mahnmal direkt vor Höckes Haus mitfinanzieren

Um den Bau und den Betrieb des “Mahnmals der Schande” für Björn Bernd Höcke zu finanzieren läuft auf https://deine-stele.de/ eine Spendenaktion. Bereits nach wenigen Stunden wurden mehr als 75.000 Euro von über 2.500 Unterstützern gespendet. Das Geld  soll für die Miete des Grundstücks und den Betrieb des Mahnmals bis 2022 reichen.

Auf der Webseite findet man auch die ausführlichen Hintergrundinformationen zur diesem genialen Coup. Einen Blick auf das Mahnmal bietet der Livestream.