Geht es euch auch manchmal so? Warum auch immer hat man unter der Woche wieder jeden Abend zahlreiche Gründe gefunden, um Bier zu trinken. Und dann soll man sich am Wochenende wieder mit Hopfen und Gerstenmalz volllaufen lassen?! Auf keinen Fall, da muss Abwechslung rein in das kunterbunte Trinkerleben. Um euch hier einen Überblick zu verschaffen, probiere ich mich in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen durch die Kuriositäten der deutschen Spirituosen-Landschaft. Das ist das #TrinkFest!

Wer irgendwie doch nicht so ganz auf Bier verzichten kann oder will, dem empfehlen wir heute den Doppelbocklikör von Heiland. Erst vor zwei Jahren hat Stefan Hofstetter sich, gemeinsam mit zwei Freunden, in der Nähe von München mit Heiland selbstständig gemacht. Als Inspiration für das dunkle, malzige Likör und den verheißungsvollen Produktnamen diente übrigens die Brautradition der bayerischen Mönche.

Hier von ist jedoch nicht mehr wirklich viel zu schmecken, denn mit Bier hat dieser fabelhafte Likör nicht viel am Hut. Einzig allein geblieben ist die liebevolle Handarbeit, mit der der Likör im Hallertau, dem ältesten Hopfenanbaugebiet weltweit, hergestellt wird.

Aber genug von der Geschichte und dem Hintergrund. Ich muss gestehen, dass ich im Vorwege extremst skeptisch war. Erstens bin ich generell kein Freund von Likören und zweitens konnte ich mir absolut nichts unter einem Doppelbocklikör vorstellen. Auch der erste Schluck aus der Flasche hat mich, um ehrlich zu sein, nicht vom Hocker gehauen. Der Heiland schmeckte extremst süß und irgendwie auch klebrig. Versteht ihr, was ich meine? Stefan schickte mir jedoch auch eine Trinkempfehlung mit und diese hat mich dann doch ziemlich schnell überzeugt.

Zusammen mit etwas Limettensaft und Ginger Ale wird aus dem dunkelbraunen Zuckerwasser ein Heiland Sprizz. Dieser schnell gemachte Drink kombiniert die Säure der Limetten gekonnt mit der Süße des Likörs und der Würze des Ginger Ales. Pur habe ich den Likör seitdem nicht mehr getrunken, bei wie vielen Heiland Sprizz ich aktuell stehe, kann ich euch jedoch nicht ganz genau sagen. Generell lohnt es sich, den Heiland in der Hausbar zu haben, wenn man Gäste mit einem wirklich schrägen Drink überraschen will, der wirklich mal anders schmeckt und nur selten enttäuscht.