Angehört: Sonos Playbar

Angehört: Sonos Playbar

Vergangene Woche hat Sonos in Hamburg seine neue Soundbar die Sonos Playbar vorgestellt. Bei der Soundbar von Sonos trifft Heimkino auf Musikstreaming. Zwei Welten die mich sehr interessieren. Die eine schon seit vielen Jahren, die andere erst seit Spotify, Simfy und Co.. Aus diesem Grund bin ich der Einladung von Sonos ins Hamburger Schanzenviertel gern gefolgt.

Soundbar statt Boxen

Die flachen LED- oder Plasma-Fernseher der heutigen Zeit sehen i.d.R. alle zwar chic aus, machen sich gut an der Wand und haben ein tolles Bild. Problemtisch bei den modernen Flachmännern ist jedoch, dass mangels Volumen meist der Sound auf der Strecke bleibt und genau so flach ist wie die Fernseher. Abhilfe sollen hier die sogenannten Soundbars schaffen, die platzsparenden, kabelarmen und satten Heimkino-Surroundsound versprechen. Meist wird bei Soundbars ein separater Subwoofer (wireless/Kabel) mitgeliefert. Bei einigen Modellen ist der Subwoofer auch in der integriert. Auch lassen sich Soundbar meist noch mit Rear Lautsprechern zu einem “virtuellen” 5.1 System (oder größer) erweitern.
Laut Testergebnisse der einschlägigen Publikationen kommen Soundbars an die Effektstärke von echten Mehrkanalsystem nicht ganz heran. Dennoch sollen die angebotenen Soundbars einen durchaus überzeugenden Sound abliefern. Soundbars sind bereits ab 200,- € erhältlich. Für Oberklasse Soundbars kann man auch mehrere tausend Euro ausgeben.

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Sonos Playbar inkl. Sonos All-in-One Sonos-Player

Wie viele von euch vielleicht wissen, kommt Sonos ursprünglich nicht aus der Heimkino-Welt. Sonos richtet sich mit seinem Sonos Wireless HiFi-Musiksystem an Musik-Liebhaber. Sonos verspricht jeden Song der Welt wireless in jeden Raum zu streamen. Hierfür bietet Sonos verschiedenen Komponenten wie Apps, Player und Wireless-Komponenten an. Dabei unterstützt Sonos die lokale iTunes-Bibliothek, Musikstreamingdienste wie Spotify, Deezer, simfy, rdio oder Wimp und einige Internetradios. Gesteuert wird das System idealerweise mit dem Smartphone oder Tablet. Mit Software lässt sich das System aber über PC oder Mac steuern. Sonos ist bekannt dafür, dass die Einrichtung und Bedienung sehr einfach ist.

Die Sonos Playbar vereint nun die Eigenschaften einer Soundbar für den Fernseher mit denen eines Wireless-HiFi-Systems und richtet sich damit  auch an die Musikfans, die nicht nur den Sound ihrer Glotze über das System laufen wollen. Dementsprechend wurden bei der Präsentation in Hamburg auch neben vielen Filmausschnitten auch einige Tracks verschiedener Genres angespielt. Praktisch: Die Lautstärke und Stummschaltung lief über die normale TV-Fernbedienung, da die Soundbar die IR-Signale “lernen” kann. Präsentiert wurde 3.0 Heimkino (nur Playbar), 3.1 (Playbar + Sub) und 5.1 Heimkino (Playbar + Sub + 2 Play:3 Lautsprecher). Doch bevor ich zum Klang komme, noch ein paar weitere Fakten der Playbar.

Playbar-Spezifikation

[wpcol_1third id="" class="" style=""]Material[/wpcol_1third] [wpcol_2third_end id="" class="" style=""]Aluminium[/wpcol_2third_end]
[wpcol_1third id="" class="" style=""]Tasten an der Seite[/wpcol_1third] [wpcol_2third_end id="" class="" style=""]laut, leiser oder stumm[/wpcol_2third_end]
[wpcol_1third id="" class="" style=""]Verstärker[/wpcol_1third] [wpcol_2third_end id="" class="" style=""]Neun digitale Verstärker der Klasse D[/wpcol_2third_end]
[wpcol_1third id="" class="" style=""]Lautsprecher[/wpcol_1third] [wpcol_2third_end id="" class="" style=""]Neun verstärkte Lautsprecher – sechs Mitteltöner für tiefe, satte Töne niedriger Frequenz und drei Hochtöner drei Hochtöner für den hohen Frequenzbereich samt automatischen Equalizer, der die Kanalausrichtung automatisch anpasst, sodass man die Playbar flach auf ein TV-Möbel stellen oder platzsparend über oder unter dem Fernseher platzieren kann.[/wpcol_2third_end]
[wpcol_1third id="" class="" style=""]Anschlüsse[/wpcol_1third] [wpcol_2third_end id="" class="" style=""]2 Ethernet-Ports (einer für das kabelgebundene Heimnetzwerk, ein zweiter zur gemeinsamen Nutzung der Wireless-Steuerung)
1 optischer Eingang über den der Fernseher per Glasfaserkabel angeschlossen wird. Alle Quellen wie DVD/Blu-ray-Player oder Gamekonsolen können über die Playbar wiedergegeben werden.
Kein HDMI[/wpcol_2third_end]
[wpcol_1third id="" class="" style=""]Dolby & Co.[/wpcol_1third] [wpcol_2third_end id="" class="" style=""]Die Soundbar unterstützt Dolby Digital. Kein DTS/THX.[/wpcol_2third_end]

Playbar Bildergallerie

Video: “Playbar in Action”

Der Playbar-Sound

Vorweg sei angemerkt, dass ich den Sound natürlich nur rein subjektiv bewerten kann. Ich kann hier kein objektives Urteil mit Laborwerten oder Vergleichen zu anderen Systemen abgeben. Uns wurde die Playbar in einem kleinen Heimkino einer Altbauwohnung vorgeführt. Es einzelne Musikstücke verschiedener Genres angespielt. Zu sehen gab unter anderem einen Dolby-Trailer und die Zugszene aus Spielbergs “Super 8″.

Das “nur Playbar” Setup hinterließ einen guten Eindruck. Die verschiedenen Genres wurden alle gut wiedergegeben. Auch eine Art Raumklang konnte ich wahrnehmen. Richtiges 5.1 Erlebnis schafft die Soundbar pur jedoch nicht, verspricht sie jedoch auch nicht.  Als Freund der Bassmusik habe ich den Bass in der Musik vermisst. Dieser kam mit dem Sub von Sonos. Und zwar satt. Dem 3.1 System traue ich zu, Wohnzimmer normaler Größe in Tanzflächen zu verwandeln. Kino-Feeling kam mit der Demonstration des 5.1 Systems (Playbar + Sub + 2 Play:3 Lautsprecher) auf. Da flog der “Super 8″ Zug durch das Wohnzimmer, dass es nur so krachte. Wirklich beeindruckend. Preislich liegt das 5.1  System jedoch bei knapp 2000,- € und muss sich in dieser Liga messen.

Fazit

Wer nur den Sound seines Fernsehers verstärken möchte und die Vorzüge eines All-in-One Sonos-Player zu schätzen weiß, ist mit der Playbar gut bedient. Wer etwas mehr Bass im Wohnzimmer braucht, sollte die Kombination mit Sub in Betracht ziehen. Für das ganz große Kino sollte in das 5.1-System investiert werden. Ob sich das System für den eigenen Geschmack eignet, muss letztlich aber jeder selbst entscheiden. Wer wie ich eine ordentliche HiFi-Anlage samt AV-Receiver mit AirPlay Unterstützung nutzt, für den ist ein Umstieg gegebenenfalls nicht so sinnvoll wie für jemanden, der sich ohnehin gerade nach einem neuen Musik- und Heimkino-Soundsystem umsehen wollte und nicht mehr “billig” kaufen will. Grundsätzlich sollte das System  wie jedes anders Soundsystem zu Hause in den eigenen vier Wänden getestet werden.

Auf alle Fälle macht das Sonos-System Spaß, ist einfach zu bedienen, ist stylisch und hat einen tollen Sound. Ebenso hält Sonos auch bei der Soundbar sein Versprechen ein, jeden Song der Welt wireless in jeden Raum zu streamen. Die Sonos Playbar wird sicherlich bei einigen Sonos- und Musikstreaming-Fans ins Wohn- oder Fernsehzimmer einziehen.

Die Sonos Playbar ist ab dem 05. März erhältlich, kostet 699 Euro und kann z.B. bei Amazon online geordert werden.

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