Mein Blog funktioniert nicht: Schlappe 150 Besucher, 200 Seitenabrufe und Werbeeinnahmen gegen Null am Tag wirft die Seite täglich ab. Testspiel.de funktioniert also so etwas von gar nicht. Ich bin quasi ein Unterschichten-Blogger. Schlimmer geht’s nimmer. Aber das ist mir auch so etwas von egal, solange es mir Spaß macht und meine Kumpels, die zum Glück ihr Leben nicht im Netz verbringen, da draussen hin und wieder hier vorbeischauen und Prince in die Seiten greift.

Die sogenannten A-Blogger haben es da schwerer. Bei Nerdcore und F!XMBR ist gerade eine recht interessante Diskussion über die Blogszene in Deutschland entfacht.

Zum Einstieg empfehle ich den schon etwas älteren Artikel „Die Blogger-Elite in Berlin – So wird das nichts“ der FAZ (via Don Alphonso) und „Warum Blogs in Deutschland (noch) nicht funktionieren“ bei Don Dahlmannn. Bin ich froh‘, dass ich nicht dazugehöre bzw. dazugehören muss.

BTW: Kann mir mal jemand erklären, warum es so viele Dons unter den Bloggern gibt?

Update: Ich habe keine Ahnung wer Patsy Jones ist, aber die Dame trifft den Nagel auf den Kopf. Danke.

Link(s):
Warum Blogs in Deutschland nicht funktionieren – F!XMBR
Warum Blogs in Deutschland funktionieren – Nerdcore
Die Blogger-Elite in Berlin – So wird das nichts – FAZ.NET
Warum Blogs in Deutschland (noch) nicht funktionieren – Irgendwas ist ja immer

  • Frank

    Dranbleiben! Nichtbeachtung einfach nicht beachten! Testspiel rulez!!!

  • [offtopic]Was ich noch viel schlimmer finde: die „Dons“ die es in der deutschen Blogosphäre gibt tragen ihren Titel alle zu Unrecht. Die die ich bisher entdeckt habe sind allesamt Weichflöten und haben nicht das geringste von nem Don.[/offtopic]

  • Gunter

    Also ich würde dir jeden Monat einen kleinen Betrag überweisen. Für Energieausgleich zum Beispiel. Mit Prince-Themen bist du jedenfalls der fixeste in DE.

  • Danke Don Gunter ;)

  • abroxas

    du hast wenigstens täglich besucher.

  • Einer davon heisst Google. ;)

  • Am Ball bleiben, dann kommen auch mehr Besucher! :)

  • Danke, aber ich bin ein Unterschichten-Blogger, holt mich hier raus. – Ich spiele den Ball schon seit mehreren Jahren u.a. auch deshalb weil ich bei bestimmen Technologien und Strömungen im Netz am Ball bleiben möchte und muss.

    Die Anzahl an Besuchern ist mir eigentlich wurscht, aber natürlich freue ich mich auch über mehr Traffic, Backlinks und Kommentare. Aber hey, ich schreibe hier größtenteils über die Musik aus dem Umfeld vom „dünnen Mutterficker mit der hohen Stimme“. Wer hört schon so gute Musik in der sogenannten Blogosphäre? ;)

  • Neues Salz in die Wunden der A-Blogger:

    Die Beta-Blogger

    Von Markus Brauck, Frank Hornig und Isabell Hülsen

    Deutsche Online-Schreiber haben ein Problem entdeckt: sich selbst. Im Vergleich zu ihren US-Kollegen fehlt es ihnen an Macht und Bedeutung, um die öffentliche Debatte mitzubestimmen. Die meisten sind unpolitisch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell.

    Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,567038,00.html 21. Juli 2008, 18:35 Uhr

  • Schöner Artikel, danke für den Hinweis.

    Der Spiegel hat Recht wenn er sagt dass es in deutschland wenig Polit-Blogs gibt. Aber ob Polit-Blogs jetzt das gelbe vom Ei sind wage ich zu bezweifeln; mich persönlich interessiert es Null.

    Wahr ist auch dass es in Blogs hauptsächlich um „Entertainment-Dreck aus dem Internet“ geht – womöglich weil das eines der Themen ist zu dem man am einfachsten Beiträge schreiben kann. Bild / Video / MP3 / Link rein, kurzen Text dazu, fertig.

    Gedanken zu bestimmten Themen niederzukritzeln ist da schon schwieriger, vor allem weil man – sowohl zum Schreiben als auch zum Lesen – Zeit haben und in der richtigen Stimmung sein muss. Ich persönlich klicke ellenlange Texte im Feedreader meistens weg, und bin nur ganzen selten in der Stimmung mal einen zu schreiben – kann dann auch sehr gut verstehen wenn’s anderen genau so geht und Null Kommentare zum Posting reinkommen.

    Aber es wäre sicher interessant wenn Blogs ein bisschen mehr in Richtung Diskussion gehen würden. Denn selbst wenn mal ein Thema auftaucht über das mehr als 2 Leute bloggen, verschwimmt die Diskussion schnell und verläuft im Nichts. Das und die enorme Verteilung der Diskussion auf dutzende verschiedene Blogs, und die damit verbundenen Linkmüllhalden, die entstehen wenn man Neuankömmlinge (bzw. Nicht-Blogger) in die Diskussion mit einbeziehen will und dazu seine Quellen angibt, sind meiner Meinung nach auch die zwei großen Nachteile am Blog-Prinzip. Teilweise ist sowas in Foren einfacher.

    Trotzdem fänd ich’s ganz schön wenn Blogs ein bisschen mehr in Richtung Meinung und Diskussion gehen würden, eigentlich wurden sie ja genau dafür gemacht. Und die nicht allzu komplizierte Technik macht’s ja grundsätzlich möglich dass jeder Hans und Franz mitmachen kann.

    Wäre ne interessante Sache, auf jeden Fall ein guter Ansatz. Auf das politische und journalistische (aufdecken und entlarven) könnte ich aber gut verzichten, das ist für mich nicht das oberste Ziel eines Blogs bzw. der Blogosphäre. Und das braucht sie auch nicht, um in der Gesellschaft mehr an Relevanz zu gewinnen. Das bräuchte sie vielleicht um in den klassischen Medien mehr Relevanz zu haben, aber wer will das schon? Die Unfähigkeit der (Massen-)medien ist doch der Grund warum wir so viel Spaß an diesem Blog-Ding haben.

  • CKay

    Marcson,
    ich schau regelmäßig rein, weil ich weiß, dass es immer Inhalt bei dir gibt, die mich eigentlich immer Teil interessieren und die ich sonst nicht mitbekommen würde. Also bitte weitermachen. Ob Filme, Musik oder TV Tipps, ich nehme alles gerne auf. Auch Netzströmungen, Technologieentwicklungen finde ich klasse.
    Ob A oder B Blogger ist mir total wurscht.
    Reingehaunsen!
    CKAY

  • Phil

    Solange Du nicht fuer die Unterschicht bloggst ist alles gut :-)
    Ich schaue fast taeglich bei spon und dir rein. Hilft das Deinem Seelenheil? ;-) Und nun blogg Du Schlampe. Phil