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„Vertriebene! Eure Not ist unsere Sorge“, Wahlplakat der CSU zur bayerischen Landtagswahl am 1. Dezember 1946 (Quelle: Lemgo)

1946 war die CSU die einzige Partei, die nach dem Krieg Flüchtlings-Wahlkreise forderte. Heute ist die Lage ganz anders und die CSU mit Horst Seehofer als Wortführer gibt den „besorgten Bürgern“ eine Stimme und liegt sogar mit der CDU beim Thema Flüchtlingspolitik im Clinch.

Herbert Grönemeyer erinnerte am gestrigen Sonntagabend beim „Wir. Stimmen für geflüchtete Menschen“ Konzert auf dem Münchener Königsplatz mit dem Wahlplakat an die CSU von damals und ihren „Unsinn“ von heute.

Er [Seehofer, Anm.d.Red.] muss aufpassen, dass er die Leidenschaft der vielen Menschen, die sich engagieren, nicht mit brandstiftenden Sätzen untergräbt und gleichzeitig den rechten gefährlichen Brandsatzlegern nach dem Mund redet“, kritisierte der Sänger in der Süddeutschen Zeitung. Als Mahnung hielt Grönemeyer bei seinem Auftritt auf dem Königsplatz ein CSU-Wahlplakat von 1946 in die Höhe. Darauf der Slogan: „Vertriebene! Eure Not ist unsere Sorge. Gemeinsam schaffen wir’s.

Beim Gratis-„Danke-Konzert“ in München traten unter anderem Fettes Brot, Sportfreunde Stiller, Wanda und Blumentopf vor 24.000 Zuschauern auf und bedankten sich für die ehrenamtliche Arbeit bei Flüchtlingshelfern und hießen gleichzeitig die Asylsuchenden willkommen. Mehr über das Konzert auch bei Puls. Puls hat Grönemeyer auch noch ein Interview gegeben.

(u.a. via laut)