Kurz vor Ostern habe ich euch das HP Envy 14 Inch Spectre Ultrabook kurz vorgestellt, das HP Deutschland (Facebook-Seite von HP) zu Testzwecken zur Verfügung gestellt hat. Inzwischen sind ein paar Wochen vergangen, und ich hatte ausreichend Zeit, das Spectre im Blogger Arbeitsalltag zu testen.

Mein erster Eindruck hat sich vollauf bestätigt. Das Spectre sieht nicht nur gut aus, es kann auch was.

Design

Das Spectre sieht – wie mein Unboxing Video schon verriet –  sehr stylisch und edel aus. Der Deckel ist aus schwarzem, besonders kratzfestem Gorilla Glas, wie man es von Smartphones wie dem Samsung Galaxy SII her kennt. Das Gorilla Glas kleidet in transparenter Form auch die Handballenablage und das integrierte HP ImagePad.
Natürlich ist insbesondere der Glasdeckel und das spiegelnde Display für Fingerabdrücke anfällig. Da hilft auf Dauer nur regelmäßiges Putzen, aber das Putzen bin ich seit dem iPad gewohnt.

HP Envy 14 Inch Spectre Ultrabook

Aber auch die Details des Spectre können sich sehen lassen. Das Keyboard Jede einzelne Taste ist mit je einer einzelnen LED‐Lampe beleuchtet. Darüber hinaus besitzt die Tastatur einen Umgebungssensor, der erkennt, ob der Anwender in der Nähe ist oder nicht, und reguliert die Beleuchtung entsprechend.
Auch das HP Logo im Deckel leuchtet.

HP Envy 14 Inch Spectre Ultrabook

Gut gefällt mir das rot leuchtende Beats Audio Lämpchen samt analogen Lautstärkeregler, welche dem Spectre eine ganz besondere Note verschaffen. Hier wurde modernes Notebook Design mit einem Element aus analogen Tagen wunderbar kombiniert. Dieses Detail spricht den Nostalgiker in mir an.

Mit seinen 20 mm ist das HP Envy 14 vergleichsweise dicker als andere Ultrabooks. Hält man es in der Hand, hat man auch eher das Gefühl, man hält ein kleineres Notebook in der Hand. Da sich beim HP Envy 14 jedoch ein 14 Zoll Bildschirm im Körper eines 13,3 Zoll Notebooks verbirgt, ist das Spectre ein Ultrabook.

Leistung

Hier zunächst die puren technischen Daten aus der Produktbeschreibung von HP:

  • Prozessor: Intel Core i5 (2467M 2 x 1,60 GHz)
  • RAM: 4 GB DDR3 , 1333 MHz
  • Display: 14″ 1600 x 900 WXGA++, glänzend, LED Backlight
  • Grafik: Intel HD 3000
  • Festplatte: 128 GB SSD
  • Anschlüsse & Schnittstellen: 1x HDMI 1.4a, 1x Mini Display Port, 1 x USB 2.0, 1 x USB 3.0, LAN ( Gigabit) WLAN (a/g/n – also 300 MBit), kombinierter Mikrofon-Eingang bzw. Kopfhörer-Ausgang
  • HP TrueVision HD Webcam ﴾1280 x 800﴿
  • Keyboard: beleuchtet
  • Audio: Beats Audio mit zwei Stereolautsprechern; HP Wireless Audio
  • System: Windows 7 Home Premium, 64 Bit
  • Gewicht: 1,8 kg

Die Leistung enspricht in etwa dem eines Dell XPS 13 oder einem vergleichbar ausgestatteten Macbook Air 13“. Mehr zu den Benchmark-Messungen auf SpOn oder bei Caschy.

HP Envy 14 Inch Spectre Ultrabook

Mein persönlicher Benchmark-Test ist das Arbeiten mit dutzenden von Browser-Tabs und die Bearbeitung von RAW Dateien.
Da das Spectre mit den Vollversionen von Adobe® Photoshop®Elements und Premiere® Elements kommt, konnte ich die Bearbeitung von rd. 25 MB großen RAW Bildern sofort testen. Ergebnis: Sehr gut. So gut, dass das Spectre meinen Desktop PC inzwischen abgelöst hat. Bei 128 GB Festplattengröße bin ich bei Konservierung natürlich auf externe Speicher angewiesen.
Das Display mit 1600 x 900 Bildpunkten Auflösung ist fantastisch. HD-Musikvideos machen mit dem Spectre richtig Spaß. Auch habe ich noch nie ein so helles Display wie beim Spectre erlebt. Bei der Bildbearbeitung ziehe ich jedoch meinen 21′ Flatscreen vor, so dass ich diesen mit dem Spectre kombiniert nutze.
Auch das Arbeiten mit vielen Tabs meistert das Spectre spielend.

Ebenso sehr positiv aufgefallen sind mir der schnelle Kaltstart (rund 14 Sekunden) und das sehr schnelle Aufwachen aus dem Ruhezustand dank der SSD Festplatte.

Bis zu neun Stunden Akkulaufzeit gibt HP für das Spectre an. Ob man diese Laufzeit erreicht, wenn man z.B. ausschließlich HD Videos guckt, mag‘ ich bezweifeln. Selber auf die Uhr geschaut, habe ich bei meiner Arbeit mit dem Spectre nicht. Ich kann mich aber auch nicht über die Akkulaufzeit beklagen. Im Gegenteil: Gefühlt hält der Akku ziemlich lange durch und schafft einen normalen Arbeitstag mit allen Pausen und Unterbrechungen.

Mit 1,8 Kg Gewicht ist das Spectre sicherlich kein Leichtgewicht in der Liga der Ultrabooks, aber immer noch leicht genug, es überall hin mitzunehmen.

Mit der verbauten Touch to Share Funktion dank NFC-Chip ist das Spectre seiner Zeit voraus. Die Funktion ermöglicht den Austausch von Websites zwischen Smartphone mit NFC-Chip und Computer. Bisher sind jedoch nur wenige Smartphones mit NFC auf dem Markt (z.B. das Samsung Galaxy Nexus).

Sound

Ich erwähnte ja bereits, dass das Spectre mit dem Beats Audiosystem ausgestattet ist. Und das hat es in sich. Verglichen mit allen Notebooks die mir bisher zu Ohren gekommen sind, liefert das Spectre den besten Sound bisher ab. Natürlich ersetzt das Spectre nicht eure Stereoanlange oder gute Boxen für den MP3-Player, aber die beiden Stereolautsprecher liefern einen Notebook Sound ab, den man – im Gegensatz zu vielen anderen mobilen Systemen – wirklich hören und anbieten kann.
Wer im Besitz von Beats Kopfhörern ist, wird sich sicherlich von den abstimmten Equalizer Einstellungen profitieren können.

Dank verbauter HP Wireless Audio Technologie kann das HP Envy Spectre an bis zu vier externe Geräte oder direkt an jedes KleerNet kompatible Produkt Musik streamen. Hewlett-Packard bietet als Zubehör z.B. für die heimische Stereo-Anlage die HP Wireless Audio Solution für 100,- Euro an. Testen konnte ich die drahtlose Übertragung mangels der kompatiblen Produkte jedoch nicht.

Bedienung

Das Spectre lässt sich super bedienen. Tastatur und Pad sind super, besser als sich es bisher von anderen Laptops gewohnt bin. Die Gestensteuerung (Bildlauf, Blättern mit 3 Fingern, Zoom und Drehen) funktioniert tadellos und erleichtert das Arbeiten ungemein. Einziges und kleines Manko: Der Deckel lässt sich nur mit ein wenig Übung schnell hochklappen.

Preis

Qualität und Design haben sein Preis. Für 1399,- Euro (z.B. bei Amazon) ist das Spectre derzeit zu haben. Hierfür bekommt man z.B. auch schon ein gut ausgestattetes Macbook Air. Jedoch muss man beim Air mit weniger Display und weniger Auflösung auskommen. Und LAN gibt es bei Apple nur mit Aufpreis.

Fazit

Das Spectre hat mich mit starker Leistung, gutem Sound, fantastischem Display, coolem Design und interessanten Details überzeugt. Wer einen echten Ultrabook Hingucker mit Windows sucht, wird mit dem HP Envy 14 Spectre bestens bedient und sicherlich nicht enttäuscht.
Wer vor der Kaufentscheidung zwischen einem Macbook Air und einem Windows Ultrabook steht, sollte das Spectre auf jeden Fall mit in die engere Wahl nehmen.

HP Envy 14 Spectre Gewinnspiel

Noch bis zum 4. Mai läuft das HP Envy 13 Spectre Gewinnspiel. Mit etwas Glück und Kreativität könnt ihr ein Spectre gewinnen.